Die Wechseljahre sind nicht nur etwas, das im Körper passiert. Bei vielen von uns legen sie sich auch über das Selbstbild. Über die Geduld. Über den Humor, den wir lange so selbstverständlich hatten. Sie legen sich über die Art, wie wir morgens in den Spiegel schauen oder abends denken, dass alles irgendwie komplizierter geworden ist. Sogar man selbst. Diese Veränderung im Midlife fühlt sich oft ganz soft an und gleichzeitig sehr grundlegend.









Schlaflosigkeit ist für viele Frauen eines der belastendsten Symptome der Wechseljahre. Schlafmangel macht dünnhäutig. Hitzewellen in den Wechseljahren machen ungeduldig, manchmal gar aggressiv. Ein Körper, der nicht mehr so funktioniert wie früher, kann einen schon misstrauisch machen. Man fühlt sich schneller eingeengt. Man beginnt zu kontrollieren. Oder man wird einfach nur so ätzend hart.
Veränderung im Midlife zeigt sich im Körper
Nicht jedes Symptom der Wechseljahre verändert uns, oft ist es die Art, wie wir darauf reagieren. Wir sagen uns, dass wir jetzt eben so sind. Reizbarer, strenger, wütender, unnachgiebiger. Als wäre das eine neue Persönlichkeit und kein Zustand. Dabei ist vieles Teil einer Veränderung im Midlife, die tief geht.
Bei sich zu bleiben und weich zu bleiben ist vielleicht die eigentliche Arbeit in den Wechseljahren. Nicht die endlose Suche nach dem einen richtigen Hormon. Ohne etwas schönzureden, wäre ich dafür, durchlässig zu bleiben. Dem Körper zu erlauben, sich zu melden, ohne ihn sofort zu bewerten. Dem Nervensystem Zeit zu geben, sich neu zu sortieren. Hormonveränderungen beeinflussen die Stressverarbeitung, die Reizschwelle, das Bedürfnis nach Rückzug. Alleinsein zu wollen in den Wechseljahren ist kein Charakterfehler.
Veränderung und Weichheit
Vielleicht heißt „bei sich bleiben“ in den Wechseljahren einfach „stay soft“. Sich nicht gegen sich zu verhärten. Das, was der Körper gerade ausprobiert, nicht persönlich zu nehmen. Zu merken, dass Veränderung nicht bedeutet, sich zu verlieren. Das ist ein maximales Missverständnis.
Denn man ist nicht weniger man selbst, nur weil man sensibler geworden ist.
Meist ist es eher umgekehrt.
Shine now und setze energetisch einen neuen Maßstab, Doro