Meno Shine Now: Nairis Geschichte

Persönliche Geschichten über die Wechseljahre. 

Herzlichen Dank an Nairi, dass sie ihre Geschichte mit uns teilt!

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Ich bin 41 Jahre und bin mittlerweile bei der Post-Menopause.

Ich hatte auch viele deiner Symptome und weder meine Hausärztin noch meine Frauenärztin sind auf die Idee gekommen, dass es ansatzweise mit den Wechseljahren zu tun hat.

Podcast „Meno an mich“

Durch Zufall bin ich auf den Podcast “Meno an mich” gestoßen und habe das erste Mal gemerkt, dass ich nicht spinne, sondern etwas Hormonelles in meinem Körper passiert. Ich hatte das Glück, dass meine Hausärztin nicht verfügbar war und ich zu ihrer Kollegin musste. Sie hat im Gespräch plötzlich angefangen, viele Fragen zu stellen und mir eine Frauenärztin empfohlen.

Nach dem ersten Gespräch mit ihr wusste ich, dass ich sicher in der Perimenopause bin, aber beim zweiten Gespräch (nach Auswertung der Hormone) ist sie aus allen Wolken gefallen. Obwohl ich eine Spirale eingesetzt habe, kann man anhand meiner Hormonwerte sehen, dass ich definitiv in der Post-Menopause bin.

All diese Ängste & Unsicherheiten die ich hatte – das wünsche ich wirklich niemandem

Jetzt nehme ich ein Östrogen-Gel und einige Vitamine und fühle mich schon um Welten besser. Ich hatte schon fast vergessen, wie leicht sich das Leben anfühlen kann. Wir sind jetzt noch an Abklärungen bzgl. Osteoporose dran und ich informiere mich gerad,e was ich bzgl. Ernährung & Sport, etc. machen kann und muss. Das stresst mich manchmal, aber die Erleichterung überwiegt und die Lebensfreude, die ich zurückgewinne, auch.


Ich kann verstehen, dass (Frauen)Ärztinnen bei Frauen unter 40 nicht sofort an die Wechseljahre denken, aber ich hätte mir auch mehr Offenheit und auch Aufklärung gewünscht. All diese Ängste und Unsicherheiten, die ich hatte – das wünsche ich wirklich niemandem. Und bei uns Frauen wird so schnell alles auf die Psyche geschoben, wir sind zu gestresst, etc.


Ich bin aus der Arztpraxis dieser wundervollen & einfühlsamen Frauenärztin gekommen und habe einfach nur noch geweint – vor Erleichterung. Endlich gab es eine Erklärung für meinen Zustand, meine Gefühle und all die Symptome, die ich mir nicht erklären konnte.

Manche Frauen streiten die Wechseljahre ab, als wäre es eine Krankheit


Jetzt, wo ich es langsam, aber sicher schaffe, offen darüber zu reden, staune ich, wie viele Frauen das Thema komisch/blöd finden oder sogar ignorieren oder verleugnen. Ich finde es schade, dass ein Thema, das 2/3 aller Frauen betrifft, so ein grosses Tabu-Thema ist – auch unter Frauen. Abgesehen davon, dass sich viele noch nicht mal darüber unterhalten wollen, streiten es manche ab, als wäre es eine ansteckende Krankheit, von der niemand etwas wissen darf. Wir Frauen könnten uns doch auch darin unterstützen, indem wir offen darüber sprechen oder einander darauf aufmerksam machen dürfen, ohne das es als Angriff auf die eigene Person oder Weiblichkeit gewertet wird.


Geschichten anderer Frauen sind wertvoll, weil sie auf das wichtige Thema hinweisen und einem Mut geben oder auch eine Verbundenheit, weil man nicht alleine ist mit diesen Erfahrungen.

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Wenn auch du deine Geschichte mit anderen Frauen teilen möchtest, dann schicke sie an dorota@nowshine.de.

HIER geht es zu Anitas Geschichte, HIER zu Birgits, HIER zu Ullas und HIER zu Silkes

Und HIER findest du alle Blogartikel zu den Wechseljahren

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