How to: Unfuck yourself

Heute ganz früh aufgestanden und 6 km durch Nebel und Matsch gestampft, über Stock und Stein gestolpert und meine eigenen Gedanken. Und die Vibes anderer.

Ich traf eine hübsche junge Frau, die heftig an ihrer Zigarette in der einen Hand und der Hundeleine in der anderen zog und mich weder anschaute noch grüßte. Einen Mann, der mich vor einer Wildsau mit ihren kleinen Ferkeln „da vorne um die Ecke“, warnte. Passen Sie ja auf!!! 

How to unfuck yourself

Richtig gute Vibes hatte nur der Wald, wie er da majestätisch ruhig vor mir lag und sich um nichts scherte. Nicht um das moody Wetter, nicht um den Regen, nicht um Ängste, nicht um die Vibes von uns allen, die durch ihn durch stolperten. 

Vorsicht wegen der Wildsau

Mir war nach Trübsal wegen des Wetters, nach Langeweile, Isoliertheit und Hoffnungslosigkeit wegen Covid, nach Angst, weil meine Impfung vor einer Woche mir einen dicken Lymphknoten unter der Achsel beschert hat (auch Impfachsel genannt), nach Minderwert, weil, ach einfach so, aus Gewohnheit, nach Frust wegen weiß ich auch nicht, nach Wut, weil, well, da findet sich schon ein Grund, nach Ungeduld und Unruhe, weil ich dringend mal in den Urlaub fahren will und nach Vorsicht wegen der Wildsau. Sowieso.

Podcast? Nur noch Kaulitz Hills

Ich nahm mehrere lange Sprachnachrichten an meine Freundinnen auf, in denen ich ganz ich war und hörte dann einen Podcast mit dem Titel „Hilfe, ich habe das Gefühl, nicht gut genug zu sein“. Ab jetzt höre ich nur noch Kaulitz-Hills – Senf aus Hollywood, denn leider erkannte ich mich darin wieder.

Auch wenn ich immer so tue, als ob ich nicht nur gut, sondern megasuper wäre. Manchmal fühle ich mich nicht gut genug. Dann schüttelte ich lange den Kopf über mich, bis ich mich fast lang machte, weil sich in dem knöcheltiefen Matsch dicke Wurzeln verstecken. Vielleicht wollte der Wald mich aber auch nur ärgern, hallo, jetzt ist aber mal gut.

Zu Hause duschte ich meine Schuhe, an denen ein Kilo Matsch hing, gab mir Mühe mit meinem Outfit, säuberte meinen Kopf von Trübsal wegen monatelangem miesen Wetter im Mordor-Style und hörte Boogie Wonderland von Earth, Wind and Fire. Und dachte, the world is yours baby, shine now, pray hard, stay golden & soft.

Aber vor allem sei wie der Wald and stay in your own Magic. 

And just like that (uhuhu), tat ich für den Rest des Tages genau das.

Shine now and unfuck yourself,

Doro

5 Kommentare

  1. Anna
    9. Februar 2022 / 7:21 am

    YES!!!

  2. Claudia
    9. Februar 2022 / 10:26 am

    Doro – Danke für die tolle Wortwahl und für den wieder mal sehr besonderen und sehr sehr erfrischenden, magischen Beitrag!

    • Dorota
      Autor
      9. Februar 2022 / 11:44 am

      Ich danke dir! Ich liebe so gutes Feedback sehr 😂

  3. 15. April 2022 / 9:03 pm

    Sehr schön geschrieben, danke dafür, danke auch für deine Authentizität.

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