Wieder was gelernt oder I´m here for cleaning and vibin´

Nun bin ich wieder zu Hause, nach 6 Wochen, in denen Zeit keinen Wert hatte und doch so wertvoll war. Was sich geändert hat: Ich gehe morgens in den Wald statt zum Atlantik und abends schaue ich „Nine Perfect Strangers“, die neue Serie mit Nicole Kidman bei Prime, statt mit den Jungs in den blauen Ozean zu springen. Das sollte ich vielleicht ändern, denn ich habe letztens gehört, wie Veit Lindau gesagt hat, dass Netflix und Co. ein großes Suchtpotenzial hat und mir ging auf, wie recht er doch hat. Lieber weniger Netflix und mehr richtigen Spaß.

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Was sich nicht geändert hat: Ich lese weiterhin täglich. Das letzte Buch, das ich gelesen habe war „Ein sanfter Tod“ von Simone de Beauvoir, es ist ein trauriges und eher belastendes Buch. Wieder zu Hause griff ich lieber zu einem leichteren Roman. Beim Lesen reise ich nun gedanklich nach New York City und verfolge das Leben von 5 Frauen, die beruflich und privat aufsteigen wollen. Und bin nicht gedanklich in einem Krankenhaus, weil die Mutter von Madame de Beauvoir…. ach das wollt ihr euch gar nicht in eure Köpfe holen. Ich empfehle lieber das Buch „Top Floor“ von der Autorin Kerstin Huebner alias Kis Kiss, vergesst das andere Buch. 

Ich mache weiter, auch wenn mein Ego mich dabei wüst beschimpft

Statt Urlaubsyoga unter freiem Himmel mache ich wieder Kundalini. Auch wenn mir so manches am Kundalini nicht leicht fällt. Ich mache weiter, auch wenn mein Ego mich dabei wüst beschimpft. Manchmal höre ich kurz auf, z. B. wenn ich 6 Minuten lang Feueratmung in der Kobra machen soll. Mein Ego meint, dass ich nicht jeden Trend mitmachen muss und ganz mit Yoga aufhören soll. Wie gut, dass ich Yoga mache und es deshalb besser weiß.

Yoga ist manchmal eben kein großer Spaß á la „ein bisschen atmen, entspannen und dann Savasana“. Durch Yoga bemühe ich mich, das schon mal leicht gestörte Verhältnis zwischen mir und etwas Göttlichem herzustellen.

Ich sehe das so: Wenn man katholisch ist und seine „Sünden“ (bleh, in meinem Kosmos ist das mit den Sünden, der Schuld und all dem anderen kirchlichen Mindfuck keine gute Sache) einsieht und beichtet, sollte man reuevoll und demütig sein und Buße tun und deshalb gerne 10 x das Vaterunser oder so beten und dann ist man bald frei von der sogenannten Sünde. 

Schon als kleines Kind im katholischen Polen hat mir das Vaterunser nichts gebracht, meine negativen Gefühle oder Taten verschwanden nicht aus meinem Bewusstsein. Ich konnte auch nichts klarer sehen oder besser verstehen. Vielleicht ist Kundalini statt Vaterunser eher mein Ding.

Für jeden doofen Tag mit all den Sünden niedrigen Schwingungen wie Langeweile, Frustration, Angst, Ärger, Wut… – bäms, 1 Runde Kundalini. Also total ohne Druck, nur wenn ich es will. Und ich will, Training ist Training und wir wissen alle, wenn du nicht beim Training erscheinst, darfst du schon bald nicht mehr mitspielen.

Die getriggerte Fantasie

Apropos Druck. Der ist da, ob wir wollen oder nicht. Und Druck wiegt schwer. Und wenn wir nicht aufpassen, wird er immer schwerer. Dabei sind wir alle safe und müssen einfach nur (ja, ich weiß, das sagt sich so leicht) vertrauen, dass alles gut wird. Den immensen Druck gibt es im Grunde nur in unserer Fantasie, weil diese immer wieder und fast schon ständig durch unser Umfeld angefeuert wird.

Momentan schreien einige Umstände in meinem Leben wieder laut und ich weiß, dass ich kein Krümelchen Dreck in meinem Umfeld dulden darf. Zur Not mit Ansage. Letztens schrieb ich in einer WhatsApp Nachricht an meine Mutter, die dabei war, abwärts zu rutschen und mich mitzunehmen: „Mama. Wir sind alle sicher und unverwüstlich. Und alles ist super! Wenn du aber jetzt Kopfkino hast, behalte es bitte für dich. Ich muss gerade mein Umfeld sortieren, damit ich NUR gute Schwingungen habe! Nur GUTE! Nur Liebe! Keine Panik & Angst sonst muss ich schon wieder 6 Minuten in der Kobra Feueratmung machen! Ich muss auf mein Umfeld achten und es sauber halten! Das ist der Schlüssel zu allem. Ich liebe Dich!“

Sie hat es sofort verstanden. Manchmal müssen wir unsere Fantasie etwas säubern. Aber I‘ve got the key, I‘ve got the secret.

Langer Rede kurzer Sinn, ich bin wieder da, ich halte mein Umfeld sauber und mein Licht am Brennen, ich vertraue der Kraft der Liebe, habe schon einen Termin beim Friseur gemacht, um meinem neuen Schwedenblond ein Sprungbrett zu geben, mein Preloved Shop ist wieder offen, ich nehme Tupac täglich on Tour ins Grün der Wälder, achte auf die Zeichen und lasse hoffentlich los.

Here for cleaning and vibin‘, shine now,

Doro

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1 Kommentar

  1. Anna Greiner
    28. August 2021 / 9:06 pm

    Ach, einfach wundervoll geschrieben. Danke für deine Gedanken 😘

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