Folge dir selbst, doch übertreib es nicht mit der Selbstfürsorge

Hallo ihr wunderschönen Menschen! Merkt ihr es auch? Ich habe einen dieser Tage voller Freude. Wer macht mit? Wer noch fühlt sich heute lebendig? Wer fühlt sich sexy? Und wer selbstsicher? Wir sind machtvolle Geschöpfe und wir verdienen es, uns auch so zu fühlen. Machtvoll, sexy, unabhängig.

Das alles kommt natürlich von innen heraus, aber Kleider zum Beispiel helfen uns, uns gut zu fühlen.

Deshalb habe ich angefangen, Styling-Inspiration zu verteilen wie Konfetti und veröffentliche nun fast täglich ein neues Outfit Reel bei Instagram. Hier auf dem Blog könnt ihr euch die Outfits auch ansehen. Ein Mal in der Woche gibt es einen Post mit dem Mix der Woche und der Inhaltsangabe, sprich allen Links und auch Empfehlungen für zum Beispiel Vintage-Shops, denn da kaufe ich momentan ziemlich viel ein.

Wenn euch ein Vintage-Teil gefällt, werdet ihr zwar wahrscheinlich nie das gleiche Teil wie ich finden, aber dafür eure kreative Seele mit der Suche nach etwas Ähnlichem erfreuen. Ich bin gespannt, wie meine Reels und vor allem die Klamotten, bei denen man Nachforschungen anstellen muss und dabei auch einiges über seinen eigenen Style herausfindet, bei euch ankommen!

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Für all meine Posts gilt: Follow yourself. Ich habe gemerkt, dass ich dazu neige, anderen Kleidung nachzukaufen, wenn sie gut präsentiert wird. Vielleicht geht es dem einen oder anderen auch so?

So tätigte ich letzten September eine Bestellung bei Zara mit lauter Sachen, die so gar nicht mein Style waren, nur weil Trinny Woodall mich in einem ihrer Youtube Videos überzeugt hat, dass ich diese unbedingt brauche.

Follow yourself

Als ich die Teile aus der Bestellung anprobierte, merkte ich, dass ich mich in den bunt bedruckten Sachen selber farblos und wie jemand anderes fühlte (Trinny, bist du es?), bekam schlechte Laune und habe alles zurückgeschickt. Außerdem schämte ich mich ein bisschen für diese Aktion.

Also wenn ihr meine Reels schaut, denkt an diese Geschichte. Don´t follow me, you know, I´m lost too.

It´s a love song

Was wir jetzt brauchen, ist Frühling. Ich brauche außerdem das Album Diamond Life von Sade. Es beruhigt mich so wundervoll und ich weiß augenblicklich, dass alles gut ist.

Diese Wirkung hat auch dieses eine Lied von João Gilberto, gebt mal „`S Wonderful“ bei Spotify ein. Songs wie diese erden mich, wenn ich mal nostalgisch werde und kurz davor bin, mir meine selbstsicheren, lebendigen und sexy Vibes vom Anfang des Posts zu versauen.

Manchmal hilft es mir auch, mehrmals laut „Javier Bardem“ zu sagen. Klingt dieser Name nicht wie Poesie? Javier Bardem. Aber dann denke ich an die Filme, die ich mit ihm gesehen habe und allem voran an „Vicky Cristina Barcelona“ und dass mein Mann und ich schon so lange nicht mehr … taadaa… Sex in Barcelona hatten. Dieses Gefühl nennt sich Nostalgie. Es ist die Traurigkeit, sich abwesend zu fühlen.

Also höre ich lieber Sade und achte auf meine Vibes, als ob es mein einziger Job wäre. Denn wenn ich nicht aufpasse, nimmt sich mein Geist, was er kriegen kann. Ob es für mich gut ist oder schlecht.

Stop giving your demons the fuel to set you on fire

Die gute Neuigkeit: Die Wege im Wald sind nicht mehr so schlammig. Sie trocknen langsam nach dem Schnee der letzten Woche. Man kann wieder rausgehen und atmen. Diese Tatsache machte mich gestern versehentlich total unbeschwert. Die Hände tief in den Taschen, einen weichen Kaschmirschal um den Hals, wanderte ich durch Berg und Tal, auf der Suche nach der Blütezeit.

Die schlechte Neuigkeit: Selbst im Wald riecht es kein Stück nach Frühling. Es zieht und es ist so kalt wie im Januar. Also sprühe ich mich zu Hause mit einem Parfum ein, das meine Laune hebt. Es reicht nach Rosen, Rosen sind für mich dieses Jahr die Vorboten des Frühlings. Ich trinke Tee mit Rosengeschmack und benutze jeden Tag ein Rosenöl für meinen Körper. Das wird schon mit dem Frühling, der kam sonst auch jedes Jahr wieder. Und ich achte wie gesagt auf meine Vibes.

Und die Katze.

Ich konnte heute seit 5 Uhr nicht mehr schlafen, weil ich fest davon überzeugt war, dass die Katze die gesamte Nacht draußen im frühlingshaften Schneeregen verbracht hat und ihr vielleicht etwas zugestoßen ist, weil sie nicht um 4.30, wie sonst auch, miauend vor der Tür stand. Wir konnten sie gestern Abend schon nicht finden, folglich musste sie draußen geblieben sein und ich schob etwas Panik. Hatte sie einen Katzenfight? Oder hat sie sich verlaufen? Um sechs Uhr lief sie mir putzmunter in der Küche durch die Beine. Sie wollte wohl nur ihre Ruhe und hatte sich versteckt vor mir, der, die leicht mit der Fürsorge übertreibt. 

Miau

Hatte ich etwa Angst um die Katze? Ihr seht, der Geist nimmt auch Angst, wenn man sie ihm anbietet. Darauf musste ich erst mal im Schneidersitz auf meinem Fell meditierend klarkommen.

Übrigens meditiere ich vielleicht zu viel. Vorhin stand ich in der Küche und hörte über Airpods den Mantra-Song „Adi Shakti“ von Sunniai, weil er mich in eine meditative Stimmung, ganz nah am Higher Self, versetzt. Eine Stimmung, in der ich mich selber toll finde, in der meine Intuition immer Rat weiß und ich weiß, dass die Katze gut für sich selbst sorgen kann.

Man kann ja überall meditieren, nicht nur im Schneidersitz mit einem Kissen unter dem Hintern. Das geht auch im Alltag, ich höre dabei gerne Mantras und manchmal singe ich sie leise mit:

Adi Shakti, Adi Shakti, Adi Shakti, Namo Namo. Sarab Shakti, Sarab Shakti, Sarab Shakti, Namo Namo. Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Pritham Bhagvati, Namo Namo. Kundalini Mata Shakti, Mata Shakti, Namo Namo

übersetzt:
Ich verbeuge mich vor der ursprünglichen Kraft. Ich verbeuge mich vor der all-umfassenden Kraft und Energie. Ich verbeuge mich vor ihr, durch die hindurch Gott erschafft. Ich verbeuge mich vor der kreativen Kraft der Kundalini, der göttlichen, mütterlichen Kraft.

Aber als mein Sohn neben mir Toast mit Käse und Sucuk im Sandwichtoaster machte, kam ich mir schon etwas doof vor, mit meinem Mantra in den Ohren. Das Adi Shakti Mantra steht für die ursprüngliche, weibliche Energie, die alles Leben manifestiert. Sie ist der Ursprung der kreativen Energie und wird als göttliche Mutter verehrt. Nach Knoblauch stinkende Sucukwurst und Adi Shakti harmonieren nicht. Meine göttliche, mütterliche Schöpferkraft und Energie möchte lieber einen Rosenduft. Oder alternativ den Frühling.

Sei dein eigener Frühling

Übertreibe ich? Mit der Fürsorge, sodass sich sogar die Katze vor mir versteckt, aber vielleicht auch mit der Selbstfürsorge? Diese ist ja gerade sehr hip, aber man muss aufpassen, ob es noch die gute alte Selbstliebe ist, die man praktiziert oder ob man total übertreibt. Wir können uns ruhig etwas zutrauen und müssen nicht ewig oft eine Wohlfühlpause einlegen, ständig in uns hinein horchen, ob noch alles gut ist oder stets einen klaren Fokus haben und Mantras singen. Right?

Also Javier Bardem, ich will nach Barcelona, von mir aus auf ein Sade Konzert. Auch wenn ich mir meine Vibes mit diesen Gedanken gerade leicht versaut habe.

Auf die Balance kommt es an. Aber sagt das mal dem Frühling, der ist ja sowas von unausgeglichen.

Shine now and be your own sun,

Doro

1 Kommentar

  1. 18. April 2021 / 9:28 am

    Ich könnte jetzt ganz viel schreiben oder nur das: I feel you. 💗
    Genauso geht’s mir auch. Ich könnte die ganze Zeit nur Yoga, Meditation und Selfcare… aber langsam langweilt es mich auch. Ich höre kaum noch Podcasts, weil es immer dasselbe ist.
    Ich will warme Temperaturen, dünne Klamotten und unendlich viel Energie! Ich will feiern, dass mein 5. Buch endlich erschienen ist und ich will das Nächste schreiben und noch irgendwas anderes cooles in diesem Jahr rocken. Ein Kinderbuch oder ein Onlinekurs oder so. Auf jeden Fall etwas Neues. Etwas das mich kreativ fordert. Ach ja und ich will das Haus auf Vordermann bringen, due Zimmer streichen und ausmisten und Co.

    Genieß deinen Sonntag, wunderbare Doro!

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