Gesund und fit: Meine Gewohnheiten und Tips

Gesund und fit ist wirklich mein Lifestyle. Alle, die mir bei Instagram folgen, denken jetzt vielleicht, dass ich doch erst während der Quarantäne angefangen habe zu trainieren, aber nein. Ich habe nur damit angefangen, meine Workouts mit der Welt (also dem Teil der Welt, der meine Stories guckt) zu teilen.

Auch wenn ich einige jetzt enttäusche, aber ich mache schon sehr lange Sport. Ja, gesund und fit ist wirklich mein Lifestyle und keine Angeberei. Es war schon mein Lifestyle, als das Wort Lifestyle noch nicht in aller Munde war.

Gesund und fit Gewohnheiten-Tipps-Nowshine-Fitness-Workout-Ernährung

Wenn ich so ein bisschen nachrechne, dann habe ich mit knapp 12 Jahren (also im Jahr 2010 1986) damit angefangen, mich regelmäßig zu bewegen, mit 14 wurde ich Mitglied in einem Fitnessstudio und machte mehrmals in der Woche bei den dort angebotenen Kursen mit. Ich liebte und liebe meinen Sport. Ihr nicht? Nein? Bevor ihr genervt den Blog wechselt: Hey, ich hatte Glück, denn ich fand einfach nur sehr früh heraus, was mein Lieblingssport ist. Und dass ich zum Beispiel keine Ballsportarten mag. Ok wartet, es ist Zeit für einen Schwank aus meinem Leben.

When Joy is a Habit, Love is a Reflex

Da gibt es ein altes Trauma aus der Schule, denn beim Völkerball wurde ich als eine der letzten in die Mannschaft gewählt/ ich hatte Angst vor dem Ball/ und vor den Jungs, die mich superhart abgeschossen haben/ dabei habe ich mir 2x den Mittelfinger verstaucht, als ich versucht habe, den Ball zu fangen, also gab ich auf und rannte vor dem Ball weg/wobei ein dicker Verband um den Mittelfinger ein direktes jedoch indirektes Statement ist, man braucht nur den Unterarm hochzuhalten und entsprechend gucken und niemand kann dir was! Hey, es ist nur ein Verband!

Schwimmen ist für mich ok, Radfahren auch, Klettern ist überhaupt nicht ok (Nervenzusammenbruch am Gardasee in einem Meter Höhe an den Felsen geklammert), Wakeboarden ist cool UND man kann damit super angeben, denn kaum eine Frau kann wakeboarden (ich muss damit angeben, als Ausgleich zum Völkerballtrauma), aber es ist kein Sport für jeden Tag. Denn, was mache ich im Winter? Snowboarden! Geht in Wuppertal jetzt auch nicht mal eben so. Yoga ist super, aber Fitnesssport ist superer. Warte, das nehme ich zurück, es ist genauso super. Es ist Ausgleich. Es ist Balance.

Ich liebe Yoga und werde es immer üben, weil es mir und meinem Geist guttut. Yoga ist aber kein Sport, auch kein Ashtanga Yoga (welches ich liebe). Ich muss meine Muskeln auch mal zu lauter Musik weinen lassen, dann fühle ich mich schön ausgeglichen.

Gesund und fit: Do it for the Fun and Happiness

Und ja, es fehlt mir die Zeit für Fitness (Power) mit anschließendem Yoga (Spirit), also mache ich mal das, mal das. Man muss nicht immer alles in 24 Stunden packen. Denn ich gehe auch noch gern joggen (Power) und im Wald alleine spazieren (spiritual Walk). Der Mix aus diesen 4 Sachen hält mich gesund und fit. Und meinen Geist flexibel und meine Muskeln stark.

Was ich mit diesem Post absolut nicht bezwecken will ist, jemanden zu überreden, meine Arten der Bewegung nachzumachen. Ich finde, dass jeder seinen Sport finden muss. Den Sport, der ihm alles abverlangt und gleichzeitig die größte Freude bereitet. Einen Sport, den euer Körper und euer Geist liebt. Nur weil halb Instagram mit Pamela Reif trainiert und die andere Hälfte mit Mandy Morrison, heißt es nicht, dass du das auch machen musst. Finde das, was dein Herz höher schlagen lässt. Was dir Power gibt und dich gleichzeitig happy macht.

Gesund und fit Gewohnheiten-Tipps-Nowshine-Fitness-Workout-Ernährung-7-Fit-and-healthy-habits

Und trotzdem kann ich dir mit diesem Post etwas auf den Weg geben. Ich habe Regeln und Gewohnheiten, die ich die meiste Zeit befolge. Sie unterstützen meinen Körper dabei, gesund und fit zu bleiben. Here we go.

Gesund und fit: 7 Gewohnheiten

  1. Trinke so wenig Alkohol wie möglich. Wenn du ein Glas Wein am Abend trinkst, kannst du dir das Workout am nächsten Morgen fast schon sparen, denn dein Körper wird mit dem Abbau von Alkohol beschäftigt sein und nicht mit der Fettverbrennung. Sorry, ich weiß, ich bin ein mieser Spielverderber. Ich trinke momentan vielleicht ein Glas Wein pro Woche und das nur vor meinem Rest Day.
  2. Esse viel Gemüse und Obst. Dazu muss ich nicht viel sagen, oder? Jeder weiß, dass Sport keine Erfolge zeigt, wenn die Ernährung nicht stimmt. Isst du ausreichend Obst und Gemüse, bekommst du aber nicht nur Vitamine, Mineralien und Spurenelemente, sondern zusätzlich jede Menge Ballaststoffe (wichtig für eine gute Darmgesundheit). Bei mir steht Gemüse an erster Stelle, gefolgt von Obst. Gemüse hat die höchste Dichte an Nährstoffen, ist reich an Vitaminen und sollte der Hauptbestandteil einer Mahlzeit sein.
  3. Faste für mindestens 14 Stunden (über Nacht). Ich frühstücke spät, zwischen 11-13 Uhr, esse zwischen 15 und 17 Uhr zu Mittag und snacke eine Kleinigkeit zwischen 20 und 21 Uhr (und gegebenenfalls natürlich auch zwischendurch). Ich gebe meinem Körper durch das Fasten über Nacht Zeit, sich zu reinigen, sich schneller zu reparieren und schneller zu heilen. Heute nennt man diese Art, sich zu ernähren, Intervallfasten. Ich habe damit ganz natürlich angefangen, als Luke vor über 18 Jahren geboren wurde und ernähre mich an den meisten Tagen so. Wenn ich nur über einen Zeitraum von 8 Stunden am Tag esse, habe ich viel Energie, bin weniger müde und kann mich gut konzentrieren.
  4. Wasser trinken. Nachdem ich lange Jahre nach dem Aufstehen ein Glas warmes Wasser getrunken habe, bin ich vor Kurzem auf Espresso (koffeinfrei) umgestiegen. Ich weiß, das klingt nicht so healthy-Supermodel-Lifestyle-like wie das Glas Wasser mit Zitrone, aber es schmeckt mir besser. Ich trinke sehr viel, ca. 2,5 Liter am Tag. Ich trinke zwar auch Wasser aber hauptsächlich Tee. Ich habe einen Schrank voll mit verschiedenen Teesorten eine schöne Teesammlung (Kräuter aber auch schwarzen Tee) und liebe es, meinen Körper an kalten Tagen mit Tee warm zu halten.
  5. Esse wenig einfache Kohlenhydrate. Hier kommt es auf die Dosierung an, esse einfache Kohlenhydrate immer in Maßen und nicht in Massen. Ich esse kaum Industriezucker, Weißmehl bzw. -produkte, Süßigkeiten, Fast Food oder Limonaden. Ich mag auch keine Nudeln oder Pizza, denn ich fühle mich danach nicht so gut, wie nach einer Mahlzeit mit viel Gemüse. Einfache Kohlenhydrate machen mich müde und träge. Ich stelle mir einfache Kohlenhydrate als leere Kalorien vor (und zwar reichlich davon), dafür ohne Nährstoffe, Vitamine oder Mineralstoffe. Wie Pappe mit viel Kalorien. Wenn man die leeren Kohlenhydrate eine Zeitlang gar nicht zu sich nimmt, gewöhnt man sich ab und merkt einen negativen Unterschied (Müdigkeit, Trägheit, langsame Verdauung), wenn man sie dann mal wieder isst.
  6. Mache 5 x die Woche mindestens 30 Min lang Sport. Oder mehr. Ich hasse Tage, an denen ich mich gar nicht bewegt habe, sondern nur am Computer saß. Bewegung ist wichtig, keine Bewegung macht auf Dauer müde, träge (schon wieder, I know, sorry) und schlimmstenfalls krank. Meine Mutter ist 71, sieht 20 Jahre jünger aus, ist schlank und kerngesund. Sie hat Bewegung schon immer zu ihrer Priorität gemacht (und uns alle damit total genervt, heute ist sie mein Vorbild). Deshalb geht sie täglich mindestens 1 Stunde stramm spazieren und zieht danach noch meistens ihre Runden im Schwimmbad. Sie hat keinen Führerschein und ging schon immer viel zu Fuß (davon hat sie richtig klasse Beine). Sie hat sich noch nie von mir ganz nach Hause fahren lassen, sie steigt immer vorher aus und geht mindestens 1 km zu Fuß. Als sie noch gearbeitet hat, ist sie auf dem Weg von der Arbeit einige Haltestellen früher ausgestiegen, und konnte so ihr „Training“ absolvieren. Keine Zeit für Sport ist eine Ausrede, mach dich und deine Gesundheit zu deiner größten Priorität.
  7. Optional: Joggen auf nüchternen Magen. Nüchtern trainieren, ist nicht für jeden gleichermaßen geeignet. Manche Menschen haben kurz nach dem Aufstehen mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. In diesem Fall sind weder Joggen noch Kraftsport auf nüchternen Magen wirklich sinnvoll. Ich hingegen jogge gerne auf nüchternen Magen (ich darf jedoch keine Höchstleistungen erwarten). Ich fühle mich danach gut und treffe an dem Tag wirklich gute Entscheidungen, was die Wahl meiner Nahrungsmittel angeht, so als wäre ich klarer im Kopf und mein Körper ein heiliger Tempel. Es kursiert die Behauptung, dass Cardiotraining auf nüchternen Magen die Nutzung von Fetten als Energiequellen begünstigt. Ja, mag sein, es kann aber auch zu Muskelabbau führen, das Thema ist ziemlich komplex. Wenn du – wie ich – das Gefühl hast, dass dir diese Methode guttut, dann mach es. Aber quäle dich nicht morgens hungrig zu deiner Cardiosession aus dem Haus, nur weil du irgendwo gehört hast, dass du so altes Fett, das du in deinen Teeniejahren angesammelt hast, verbrennen kannst. Sei immer dein eigener und liebevoller Guru.

Ich weiß, ich habe eine Menge geschrieben und vieles davon wird dir vielleicht nicht gefallen. Kein Wein. Keine Pizza. 14 Stunden hungern nichts essen! Cardio. Fitness. Bleh. Ätzend, wo bleibt der Spaß?

Ich verspreche dir, dass es Spaß macht. Wenn ich im Training bin, habe ich überhaupt keine Lust auf Wein (mein Mann hat letztens eine fast volle Flasche guten Rotwein weggeschüttet, weil dieser fast wie Portwein geschmeckt hat – er stand lange bei uns in der Küche und wurde „schlecht“, weil weder er noch ich seit Wochen keine Lust auf Wein haben). Wir alle neigen dazu, zu viel zu essen. Es tut gut, dem Körper eine Pause zu gönnen. Nahrungsmittel sind immer für uns verfügbar und wir wissen sie gar nicht mehr zu schätzen. Verbinde dich mehr mit deinem Essen, mit deinem Brokkoli oder deiner Zucchini. Du magst keinen Brokkoli? Hey, vielleicht mag dich Brokkoli auch nicht? Gehe deinen Weg, jammere nicht, ändere Gewohnheiten, die dir nicht guttun.*

Shine now, keep your squads low and your standards high,

Doro

*Relax. Ich bin nicht immer dieser super Guru aus dem heutigen Post. Ich kann auch abends um 22 Uhr einen Sesamring mit Nutella essen (gestern), mit meiner Freundin 1,5 Flaschen Wein killen oder mich an M&M´s sattessen. Ich erfinde Ausreden, habe keine Lust und jammere. Das geht allen so, aber rate mal. Es geht vorbei 🙂

2 Kommentare

  1. 1. Mai 2020 / 3:31 pm

    Liebe Doro,
    Du sagst es: man muss seinen Sport finden, denn Zwang lässt dich schummeln, weil du es nicht magst. Und es muss nicht Powersport sein, die Bewegung ist es. Wenn man das verinnerlicht hat, bewundert man Sporty Doros und weiß, dass die eigene Art sich zu bewegen auch gut ist.
    Beim Essen ist es genauso. Gut gefällt mir, dass du auch vom ‚ Schummeln‘ sprichst. Denn das gehört dazu und dann soll es auch Spaß machen. Und ich bin mir sicher, Sesamring mit Nutella macht Spaß. Bei M&Ms weiß ich es sogar ;).
    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Aga
    7. Mai 2020 / 1:18 pm

    Freundin …. Du sagst ( schreibst) es!!!! ( diese Ausrufezeichen sind laute, fröhliche, liebevolle Schreie) 😂
    Wieder mal ein so toller, informativer und authentischer Text . Ich finde mich sooo wiede ( bis auf Weizen 🌾😂😂😂) aber mittlerweile auch in Maßen 😄
    Ich kann es nur bezeugen. Sport ist manchmal Mord 🤭 aber man fühlt sich danach einfach nur geil.
    Danke , denn Du inspirierst mich und ich hoffe auch andere … kisses 💋

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