Stilfragen: Was ist dein Lieblings-Kleidungsstück?

Eine meiner Stilfragen lautet: Nehmen wir mal kurz Coco Chanel. Meint ihr, sie wurde mit Stil geboren? Ich meine, sie hat die Modewelt revolutioniert. Wenn Leute sagen, dass man entweder mit Stil geboren wurde oder nicht, stimme ich dieser Aussage nicht zu. Manche von uns werden zwar nicht mit Stil, aber mit einer Leidenschaft für Stil geboren, sie beschäftigen sich gerne damit. Sie können Stunden vor dem Kleiderschrank verbringen und Outfits zusammenstellen. Es macht sie wie high, sich über ihre Kleidung auszudrücken. Ich bin eine von ihnen.

Nowshine ü40 Blog in drei verschiedenen Outfits für den Winter - Stilfragen

Ich wurde nicht mit meinem eigenen Stil geboren, aber irgendwann überkam mich das große Bedürfnis, mich über meine Kleidung auszudrücken. Darin bin ich noch keine Expertin, aber ich nehme euch trotzdem mit und schreibe über Stilfragen die mich beschäftigen und über meinen Weg zu einer eigenen Persönlichkeit. Im Kleiderschrank.

Stilfragen – Wie findet man seinen Stil?

Kennst du ihn auch, diesen Wunsch deinen eigenen Stil zu haben und dich durch Kleidung auszudrücken? Ich auch. Viele Jahre lang wusste ich jedoch gar nicht, was mein Stil überhaupt war. Ich wusste, dass ich feminine Kleidung mochte, fand aber heraus, dass alles, was girly und zu sexy ist, nicht mein Ding ist. Das habe ich für eine Zeit gründlich ausgetestet, mich entwickelt, festgestellt, dass ich mich darin nicht wohlfühle und diese Kleidungsstücke aus meinem Kleiderschrank entfernt.

Manchmal, wenn ich alte Bilder von mir sehe, denke ich, wie ich das, was ich da anhabe, anziehen konnte und mich damit schön finden konnte. Jedoch ärgere ich mich nicht zu lange, denn ich weiß, das eine oder andere Kleid oder Oberteil war nur dafür da, um mir zu zeigen, was ich will und was nicht. Etwas aus dieser Stilrichtung werde ich ganz sicher nie wieder kaufen. Also danke dafür.

Wenn du ein bestimmtes Kleidungsstück anziehst und dich darin stark und selbstbewusst fühlst, dann frage dich immer, warum das so ist. So mache ich das immer noch und es hilft mir ungemein dabei, Fehlkäufe zu vermeiden.

  • Was ist es für ein Kleidungsstück? Hose? Blazer? Kleid?
  • Hat es eine bestimmte Form? Off-Shoulder? Rolli? Oversize? Eng?
  • Oder eine bestimmte Farbe?
  • Oder liegt die Liebe am Stoff? Seide? Kaschmir?

Diese Fragen stelle ich mir auch bei Sachen, die ich nicht gern trage. Warum trage ich es nicht gerne? Liegt es an der Farbe? Habe ich Angst, es zu versauen (Seide und ich, wir vertragen uns nicht denn ich musste schon einige Kleidungsstücke wegwerfen, weil ich sie aus Versehen falsch gewaschen habe)? Sind sie zu sexy oder zu girly? Oder nicht feminin genug? Ist das Teil too much? Zu gemustert, zu rockig, zu eintönig oder doch eher zu bunt?

Stilfragen: Was ist deine „Uniform“?

In dieser neuen Postreihe schreibe ich über Stilfragen. Für mich und auch für dich. Es sind Fragen, die ich mir selber stelle. Wie zum Beispiel die Frage, warum ich diesen einen A-Linie-Lederrock von Zara seit ca. 6 Jahren trage, aber fast alle anderen kurzen Röcke aus meinem Kleiderschrank verschwunden sind. Warum ich aufgehört habe, schwindelerregende High Heels zu tragen oder welche Teile ich bei Zara und Co. kaufe, um sie dann – wie diesen A-Linie-Rock – jahrelang zu tragen. Teile, von denen niemand denken würde, dass sie von Zara sind. Es gibt Teile, die laut rufen, dass sie von Zara kommen und es gibt diese ganz besonderen Teile, die einfach nur toll sind.

Ich habe Fragen gesammelt, die mir helfen können herauszufinden, in welche Richtung sich mein Stil bewegt. Aus Zeitschriften, Büchern oder dem Internet. Ich halte nichts von Stil-Ratgebern, denn meist steht dort, welches Kleidungsstück wir alle unbedingt in unserem Kleiderschrank brauchen. Den Trenchcoat, die perfekte weiße Bluse, oder das französische Streifenshirt. Oh das Streifenshirt. Wir denken an die Französinnen, die eine Leichtigkeit in ihrer Garderobe haben wie keine anderen Frauen, die immer perfekt und effortless aussehen, natürlich ist ein Shirt mit Streifen ein Must-Have. Nachdem ich mehrere davon in meinem Kleiderschrank hatte weiß ich heute, dass es nichts für mich ist. Auch, wenn so viele Menschen es lieben und so viele Stil-Ratgeber davon schwärmen. Ich fühle mich darin immer unwohl.

Die erste Stilfrage, die ich mir gestellt habe und die ich dir stellen möchte, ist die Frage nach deinem Lieblingskleidungsstück. Eines Tages, nachdem ich mal wieder nicht wusste, was ich anziehen soll (und dabei vor einem übervollen Kleiderschrank stand), überlegte ich, welches Kleidungsstück typisch Doro ist. Welches Kleidungsstück ich immer gerne trage.

Früher waren das kurze, bunte Kleider.

Stilfragen: In welchem Kleidungsstück fühlst du dich immer wohl?

Worin lebst du, was gibt dir ein gutes Gefühl? Wann wirst du zu dieser schillernden Frau, die ein Licht in die Welt bringt? Wir sind hier bei Nowshine meine Damen, das muss hier so!

Machst du mit? Dann beantworte mir diese Fragen:

  • Was ist dein Lieblings-Kleidungsstück?
  • Worin fühlst du dich immer wohl?
  • Gibt es ein einziges Kleidungsstück, welches du im Büro, in der Freizeit und beim aufregenden Dinner-Date anziehen würdest?
  • Worin fühlst du dich selbstbewusst?

Meine Antwort auf diese erste Stilfrage lautet: alles, was eine hohe Taille hat. High-Waist Jeans, Hosen und Röcke.

Ich liebe sie und sie lieben mich. Sie geben mir ein gutes Gefühl, sie sind meine Uniform. Darin fühle ich mich stark und selbstbewusst. Andere Hosen kaufe ich nicht mehr. Da ich genau weiß, welche Hosen ich mag, kaufe ich weniger Hosen. Und das, was ich kaufe, trage ich. Morgens weiß ich immer, welche Hose ich anziehen mag. Oder welchen Rock. Ein Unterteil mit hoher Taille ist mein roter Faden. Damit stimmt mein Outfit.

Influence yourself

Ich möchte mit dieser Blogreihe ein bisschen dazu beitragen, dass wir alle unseren Stil verfeinern. Und immer wissen, was wir anziehen sollen. Dass es nicht mehr nötig ist, unsere Kleidung für den nächsten Tag abends rauszulegen, weil es morgens ein Fiasko vor dem vollen Kleiderschrank geben könnte. Du kannst das dann zwar immer noch tun, aber du musst nicht.

Wir kaufen alle immer noch viel zu viel und das möchte wirklich niemand. Es ist schlecht für die Umwelt und schlecht für unsere Nerven. Wollen wir nicht alle Ruhe in unserem Kleiderschrank? Und ich meine Ruhe und nicht Langeweile. Um das zu erreichen, müssen wir uns tatsächlich etwas Mühe geben und nachdenken, uns mit unserem Stil beschäftigen.

Ich möchte euch dazu influencen, euch endlich selber zu influencen. Also stay tuned.

Shine now and always love what you wear,

Doro

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7 Kommentare

  1. Nicole
    28. Januar 2020 / 8:33 pm

    Liebe Doro,
    in meinem Schrank gibt’s einige Streifenshirts, die ich rauf und runter trage, aber gar keine weiße Bluse. Auch kein weißes Hemd. 😉
    Außer zwei Jeanshemden hab ich gar keine Hemden oder Blusen mehr im Schrank. Das ist einfach nicht meins, wie ich nach vielen Fehlkäufen festgestellt habe. Für den Sommer hab ich zwei, drei Blusenshirts, die ich aber auch nicht so gern trage. Ich bin ein T-Shirt-Mensch. Die müssen aber einen bestimmten Schnitt haben, was zu wissen, mich auch wieder einige Fehlkäufe gekostet hat.
    Untenrum sind es meistens Jeans. Oder Stoffhosen in Zigarettenform.
    Dazu einen Cardigan oder Blazer und ich fühle mich wohl.
    Ich freu mich auf noch ganz viele Posts zu dem Thema!
    Liebe Grüße
    Nicole (queeninsilver)

    • Dorota
      Autor
      28. Januar 2020 / 8:38 pm

      Wie schön ist es, das du das alles schon weißt! Ich habe gestern bei Instagram eine Umfrage gestartet „Fällt es dir morgens leicht, dich für ein Outfit zu entscheiden?“ und über 90 % der Frauen antworteten „nein“. Du bist eine Ausnahme liebe Nicole, da kannst du dir wirklich etwas drauf einbilden!
      Liebste Grüße,
      Doro

  2. Ava
    29. Januar 2020 / 12:56 am

    Hej Doro,
    ich bin mittlerweile 47 oder 48 (weiss ich meist nicht so genau) und experimentiere noch immer herum, was mein Stil sein könnte.
    Doch eines ist meist richtig für mich – eine schöne weite oder ausgestellte Hose – der Rest wird dann oft nervig – denn ich hab so viele coole Teile im Schrank, dass ich meist den Weg des geringsten Widerstandes gehe und ein unifarbenes T-Shirt dazu trage.
    Wenn ich etwas tolles sehe – im Laden oder online- hab ich immer sofort ein Bild im Kopf wie ich damit aussehe und mich damit fühle. Meist grossartig… Dann kaufe ich es und das Gefühl ist spontan wieder weg.
    Ich habe noch immer nicht den Dreh raus, wie ich das Gefühl über den Kauf hinaus andauern lasse.
    Am Ende sind die Lieblingsteile die ollen Sachen, die ich schon am längsten habe oder die, die mir als erstes ins Auge springen und wo ich eben nicht viel kombinieren muss. Dabei liebe ich es, individuell zu kombinieren. Warum die Zufalls-Kombis dann aber oft die besten sind, weiss ich auch nicht, denn ungeschickt bin ich eigentlich nicht.

    Danke dir für deine Anregungen und die Tatsache, dass du nicht zu denen gehörst, die ständig alles neu kaufen.
    Ich wünschte, ich wäre schon soweit… wie alt muss man dafür eigentlich noch werden 😃
    Lieben Gruss Ava

  3. Susi
    29. Januar 2020 / 9:07 am

    Liebe Doro, ich freu mich wahnsinnig auf diese neue Blogreihe! Tolle Idee! Du hast vollkommen recht, das wichtigste ist den eigenen Stil zu finden und dafür muss man selbstkritisch, ehrlich und mutig sein. Ich gehöre auch zu den Menschen, die sich gern von anderen inspirieren lassen, und ehrlich auch gern beeinflussen. Oft genug musste ich auch schon feststellen, dass die Outfits halt an mir nicht annähernd so toll aussehen und dann fühlt man sich auch wirklich nicht wohl, eher verkleidet. Und mein größtes Problem ist wirklich, ich habe viel zu viele Sachen. Die Auswahl überfordert, kostet Zeit und Nerven und macht schlechte Laune (obwohl das ein absolutes Luxus-Problem ist, dessen bin ich mir schon auch bewusst :-))
    Also hilf uns auszumisten und unseren Stil zu finden:-) ich bin gespannt.
    Liebe Grüße
    Susi

  4. 29. Januar 2020 / 1:56 pm

    Hallo Doro,
    tolle neue Blogreihe! Die Fragen habe ich direkt rauskopiert und in meinem Handy gespeichert, im Fall der Fälle. Ich habe in den letzten Jahren auch einen Faible für High Waist Sachen wie Jeans oder Röcke entwickelt. Und kombiniere sie gerne zu einfarbigen Kaschmir oder Baumwolle. Aber du hast Recht, ich denke auch eher man entwickelt seinen Stil, und das finde ich immer sehr schön 🙂
    Viele liebe Grüße, Karoline 🙂

  5. Ela
    30. Januar 2020 / 10:14 am

    Liebe Doro,

    tolle Idee! Ich habe gerade vor kurzem nochmal meinen Kleiderschrank durchforscht und schon einige Teile gefunden, bei denen ich den Bügel „andersherum“ auf gehangen habe. Wenn der beim nächsten Angriff auf den Kleiderschrank immer noch falsch rum hängt, kann das Teil weg. Aber ich sollte mich eben fragen: warum kann es weg? weil es mir nicht mehr passt oder nicht mehr zu mir passt? Von daher finde ich es super, dass ich jetzt mall dazu angehalten werde, mir über meinen Stil Gedanken zu machen!

    GLG, Ela

    • Dorota
      Autor
      30. Januar 2020 / 11:09 am

      Was für eine gute Idee, den Bügel falsch herum zu hängen! Super Tipp, das klaue ich mir von dir!
      Liebe Grüße, Doro

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