Sport- vom Sportmuffel zum, ja was eigentlich?

Ich gebe es zu, Sport spielte in meinem Leben nicht einmal eine Nebenrolle, ich bin ein Sportmuffel. Seit etwa einem Jahr jedoch versuche ich, meine Einstellung dazu zu ändern, zu verbessern. Wie und ob mir das gelingt, lest ihr hier.

Sport- alle machen es, nur ich nicht

Jahrelang war Sport für mich, was für den Stier das rote Tuch ist- nur bin ich nie losgerannt. Dazu müsst ihr wissen, dass mein Mann sehr sportlich ist, aber auch dadurch sprang der Funke nicht über. Ich finde das toll, aber er hat eigentlich für uns beide Sport gemacht.

Auch wenn ich hier bei Nowshine las, was Doro so alles sportlich auf die Beine stellt, sie hatte und hat meine uneingeschränkte Bewunderung dafür, aber ich und sportliche Betätigung?

Nun fragt ihr euch sicher, warum das so war und was das Umdenken herbeigeführt hat? Sportlich zu sein hatte für mich immer mit Konkurrenz zu tun, mit ungesunder Konkurrenz: läufst du 5km, muss ich 6km schaffen. Ich möchte, muss, will abnehmen. Mit all diesen Dingen bin ich kläglich gescheitert.

Ich wollte zu viel und habe dann lieber nichts gemacht

Es ist nicht notwendig, hier von den leidigen Vorsätzen zu reden, was ich alles erreichen wollte. Schaffte ich dies (verständlicherweise, hallo Hirn!) nach kurzer Zeit nicht, war ich enttäuscht und habe es bleiben lassen. Wer nichts macht, macht auch nichts falsch oder verfehlt sein Ziel. Mir ging es irgendwann auch gut mit dieser Einstellung, ich habe mich vermeintlich wohl und drucklos gefühlt.

Dann kam der letzte Sommer- es wurde anders- ich fange an mit: Sport

Im letzten Urlaub gab es einen kleinen, klimatisierten Fitnessraum, in dem ein Laufband stand. Ich dachte so: ok, ich kann ja mal ein bisschen gehen. So fing ich dann auch an: gehend. Nach einer Woche fühlte ich mich bereit für etwas mehr und habe in meinen Sneakers, die weit entfernt von Laufschuhen (meine jetzigen, nach Wartezeit und längerer Suche gekauften, findet ihr hier *) waren, begonnen zu laufen.

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Ich hatte kein Ziel, keinen Abnehmwunsch, nichts. Ich wollte es probieren- dann habe ich Blut geleckt.

Es hat mir gut gefallen und vielleicht sogar ein bisschen Spaß gemacht. Es war aber sofort klar, dass ich natürlich nicht draußen laufen wollte. Da bin ich komisch, denn ich finde mich alles andere als frisch aussehend (eher so sterbender Schwan) und fand auch meinen Stil, meine Leistung nicht vorzeigbar. Ich überlegte also, wie ich ‚dranbleiben‘ sollte.

Da hatte ich die Rechnung mit meinem Mann gemacht, haha: wir haben uns nach längerer Überlegung ein Laufband angeschafft, Ausreden wie schlechtes Wetter, Wind gab es nicht mehr. Aussehen auch nicht ;).

Was soll ich sagen? Ich liebe es immer noch nicht, aber…

Ich bin immer noch kein Sportliebhaber, aber ich bemühe mich, dreimal die Woche zu laufen und zwischendurch mein geliebtes Yoga einzuschieben. Beim Laufen bekomme ich den Kopf frei und freue mich, dass ich mich selbst überwunden habe. Ich finde mich immer noch nicht gut dabei, aber hey, ich mache es. Ohne Ziel, manchmal setze ich aus, ich zwinge mich nicht. Es ist alles einfach gut so, wie es ist und ich freue mich über mich selbst. Liebe ist es auch nicht. Natürlich muss ich mich auch immer noch überwinden- einen Flow habe ich nur, wenn ich es mir vornehme. Manchmal lasse ich es auch ausfallen. Seitdem ich mir selbst den Drück rausgenommen habe, geht es gut. Es tut mir, denke ich, gut. Unmittelbar danach nicht, aber wenn ich unter der Dusche stehe, fühle ich mich toll: weil ich es gemacht, etwas für mich gemacht habe. Das soll es sein. Wir brauchen alle keine Höchstleistungen, aber etwas Bewegung, das schadet nicht. Sage ich, die Nichtsportliebhaberin, haha.

Fazit: sucht euch etwas, aber setzt euch nicht unter Druck. Dann wird es auch was.

Shine now, do sports later,

Nicole

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4 Kommentare

  1. Ela
    12. August 2019 / 11:16 am

    Liebe Nicole,
    stimmt, bei mir ist es genauso. Ich laufe höchsten 4,5 km. Und ich empfinde auch keinen Ehrgeiz, daraus 5 km zu machen. 😉
    „Dank“ meiner MS-Diagnose, die mich zum Glück nur ganz wenig bis derzeit gar nicht einschränkt, sollte ich in der Tat soviel Bewegung wie möglich haben. Aber eben in Maßen. 1-2mal die Woche versuche ich daher, eine Runde im Wald zu drehen. Wenn das mal nicht klappt, ist das aber auch ok. Nur seit kurzem „brenne“ ich ein bisschen, da ich wegen eines kaputten Meniskus eine Zeit lang pausieren musste. Vielleicht ist dein Beitrag ja der Anstuppser, den ich brauche, um wieder meine 4,5 km zu laufen?! Aber bestimmt keine 5! 😉

    GLG, Ela

    • Nicole
      Autor
      12. August 2019 / 12:27 pm

      Liebe Ela,
      Wenn ich deine Anstubserin bin, wäre das schon toll und für mich auch Motivation. Mich nervt bzw. belastet immer diese Vergleicherei und deshalb bin ich froh, meinen Weg gefunden zu haben und denke mir: Bewegung ist Bewegung und ich weiß im Prinzip sehr gut, was mein Körper braucht. Schön, dass du auch so fühlst. Ich wünsche dir, dass du auch weiterhin die Motivation behältst und die Bewegung ausführst, die nötig ist und sich für dich gut anfühlt.
      Sei lieb gegrüßt,
      Nicole

  2. Nicole Greb
    12. August 2019 / 4:00 pm

    Liebe Nicole,
    im Grunde ist der Auslöser, der einen zum Sport gebracht hat auch zweitranging, Hauptsache man kommt irgendwie in Bewegung. Ich fing vor etlichen Jahren auch mit dem Laufen an, ohne Laufband, im Wald, weil ich dachte, es könnte mir den Kopf „frei“ machen. Anfangs war es mehr gehen als laufen und ich habe mich geschämt (hallo selbsterzeugter Druck!), ich wollte doch fröhlich wippend meine Waldrunden drehen und dabei abschalten. Es wurde mehr und mehr, bis hin zu einem einzigen Halbmarathon (der Lauf mit zu vielen Menschen stellte sich für mich nicht als Ansporn heraus, sondern zwei Stunden bei viel zu hohem Puls und Dauergenervtsein, hahaha). Inzwischen laufe ich gar nicht mehr, stemme Eisen, gebe Kurse und entdecke gerade Yoga für mich *-*, aber hin und wieder hätte ich schon Lauflust und wer weiß, ob ich die Laufschuhe nicht doch wieder auspacke 😉 Ich find toll, dass du sportlich deinen Weg gefunden hast. Bewegung, egal welche, tut eingach gut.
    Herzliche Grüße
    Nicole

    • Nicole
      Autor
      12. August 2019 / 4:12 pm

      Hallo Namensvetterin,
      Vielen Dank für deinen netten Kommentar. Ja, es ist richtig: Hauptsache, man bewegt sich. Ich brauchte etwas Zeit, um zu verstehen, dass ich es nur für MICH mache. Ich mag Druck, der schnell negativ wird, garnicht und höre dann auf. Vielleicht drehst du ja irgendwann locker deine Waldrunden und wenn nicht: du bist ja eifrig. Ommm
      Herzliche Grüße
      Nicole

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