Let shit go – Clearing out old Energy

Manchmal ist mir alles völlig klar und ich bin ein zufriedenes, liebendes Wesen. Den Spruch „Let shit go“ setze ich dann hervorragend um. Aber manchmal nicht.

Bis vor einigen Jahren noch habe ich das Wort „Liebe“ nicht L.I.E.B.E buchstabiert, sondern U.N.T.E.R.S.T.Ü.T.Z.U.N.G. Meine Freundin hat den gleichen Hau weg. Eine andere Freundin buchstabiert Liebe mit Aufmerksamkeit. Auch nicht wirklich ein lustiges Thema.

Für mich heißt das übersetzt: Wer mich nicht supported hat, hat mich eindeutig nicht geliebt. Manchmal war das so. Aber manchmal nicht.

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Menschen, die dir nahe stehen, können viele verschiedene Gründe haben, warum sie dich nicht unterstützen können oder wollen. Vielleicht die eigene volle oder chaotische Welt, vielleicht alte Lasten in der Gefühlswelt oder ein fehlendes Bewusstsein. Wenn man sich aber kurz besinnt und auf die Zeichen achtet, findet man die Engel (ist das Wort zu kitschig?), die es satt diesen Menschen – von denen wir es erwarten und erhoffen – getan haben (Kurze Reflexion: natürlich weiß ich, dass man keine Erwartungen haben sollte, aber wer kann das schon immer umsetzen?)

Ich bekomme immer noch das alte, ungeliebte Gefühl, wenn ich zu wenig Unterstützung bekomme. Es ist mies und vielleicht werde ich es nie loswerden können. Ich weiß, woher es kommt und wo es hingehört (ugh, in den Müll).

Als junge Dame war ich viel zu früh und viel zu viel auf mich allein gestellt. Niemand hat mir das Fliegen beigebracht, ich bin sozusagen aus dem Nest gefallen. Habe mich aber ganz cool vom Boden aufgerappelt und mich ganz früh selber an die Hand genommen.

Und bäms. Auch wenn ich vonseiten meiner Familie nicht die Unterstützung bekam, die ich mir erhofft habe, traf ich auf meinem Weg viele bunte und auch komische Vögel, die mich eine Zeitlang und manchmal länger, getragen haben. Ich traf sie immer, wenn mir fast die Puste ausging. Wenn ich mich heute ungeliebt fühle, weil die olle Überforderung Aufmerksamkeit will, halte ich Ausschau nach diesen bunten Vögeln.

Ich mag nicht nach Unterstützung (= WÄÄÄÄÄH, DU LIEBST MICH NICHT!) jammern, ich will all denen danken, die sie mir ganz selbstlos einfach so geben.

Und damit es für alle leicht verständlich ist, kommt hier ein Beispiel: Jemand, der mir nahe steht, bringt es nicht über sich, mich mit Nowshine zu unterstützen. Würde ich je ein Buch schreiben, würde dieser Jemand dieses Buch nicht kaufen. Normalerweise müsste ich mich schlecht und ungeliebt fühlen, aber ich habe darüber gründlich nachgedacht und weiß, dass ich es nicht tun muss. Nicht tun darf. Denn wenn ich ehrlich bin, fallen mir direkt 5 Menschen ein, die mich statt dieser Person unterstützen. Und hier ist statt klein machenden Gefühlen einfach nur mal kurz viel Dankbarkeit angesagt.

Zum Beispiel gibt es da diese eine entfernte Bekannte, die bei Social Media alles von mir liebt. Sie verteilt bei mir Likes und Kommentare wie Konfetti. Würde ich ein Buch schreiben… sie würde es allen, die sie kennt, empfehlen. Sie unterstützt mich und meinen Blog seit wir uns kennen, auch wenn wir keine Freundinnen sind. Einfach so. Und dafür bin ich ihr schrecklich dankbar.

Also suche ich in komischen Zeiten, in denen ich Liebe mit Unterstützung buchstabiere und mich selber klein mache, die Menschen, die mir ihre Liebe und Unterstützung geben. Dann bekomme ich Gänsehaut und fühle Dankbarkeit. Was anderes kann ich dann echt nicht mehr fühlen.

Man kann es lernen, alte Energien loszulassen. Alles andere ist sowieso Bullshit und dass „Let shit go“ viel angenehmer ist, steht heute in fast jeder Frauenzeitschrift. Und auf meinem Blog. Ganz klar auch in meinem Herzen. Versucht es vielleicht auch mal!

Shine now,

Doro

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7 Kommentare

  1. Aga
    21. Mai 2019 / 11:27 am

    Yes Girl!! Let shit go, let shit go, let shit go… ich könnte noch so ewig weiter machen. Klasse geschrieben, wie immer und ich würde das Buch sofort kaufen . 🙂

    • Dorota
      Autor
      21. Mai 2019 / 11:30 am

      Danke vom Herzen!
      Das Buch würde ich dir da hinlegen, wo der Lugana letztens lag xx

  2. Nadine
    21. Mai 2019 / 4:17 pm

    Hm… also ich kann manchmal jemanden nicht unterstützen in dem was er tut, weil es gegen meine Überzeugung geht. Das heißt nicht, daß ich diesen jemanden nicht mag (oder ihn gar liebe) oder ihm nicht alles erdenklich gute Wünsche. Aber wenn ich der Meinung bin, daß das was der andere gerade vorhat nicht gut für ihn ist, kann ich es auch nicht mit meinem Gewissen vereinbaren ihn zu unterstützen. Bsp.: Ein Freund bemüht sich (trotz aller Warnungen) um eine Beziehung mit einer Person, von der ich weiß, daß sie ihn nur ausnutzen will.
    Nun ja – wenn man etwas unbedingt will, sollte man sich durch fehlende Unterstützung nicht abhalten lassen!!
    Entweder lernt man dann seine Lektion oder kann den Erfolg noch mehr genießen!
    Viel Erfolg für Dein Buch übrigens!!!

    • Dorota
      Autor
      21. Mai 2019 / 4:26 pm

      Hallo Nadine,
      ich meinte eher Unterstützung Form von mal auf die Kinder aufpassen, beim Umzug helfen… sowas.
      Wenn die, die mir nahe stehen es nicht tun, weiß ich, dass es andere tun werden und konzentriere mich darauf.
      Liebe Grüße!

    • Dorota
      Autor
      21. Mai 2019 / 4:27 pm

      Und Danke für die Wünsche für das Buch. Sollte ich mal eins schreiben!

  3. Claudia
    21. Mai 2019 / 7:40 pm

    Liebe Doro,
    es bleibt mir wieder nichts anderes übrig als zu sagen – wieder (wie immer!) ganz ganz tolle geschriebene Zeilen!

    Ich würde Dein Buch sofort kaufen.

    Denn ich lese immer und immer wieder Zeilen von Dir (ob 1 oder 1000) man ist bis zum letzten Wort gebannt und kann in den meisten Fällen nur ganz laut „Nicken“ & Ja genauso ist es sagen!

    Lieben Gruß Claudia

    • Dorota
      Autor
      21. Mai 2019 / 7:53 pm

      Wie schön! Ich danke dir ♥️

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