Momentaufnahme einer Liebe und Ehe

Momentaufnahme einer Liebe und Ehe - Nowshine Lifestyle Blog ue 40

Vor 17 Jahren im August haben mein Mann und ich geheiratet. Wir kannten uns gerade seit März und ich war knocked up, das erste Kind war unterwegs. Wir dachten gar nicht viel darüber nach, was sein könnte (also all das was unsere Freunde und Familie vorsichtig versuchte uns zu sagen/ “Na, ob das gut geht, ihr kennt euch doch gar nicht!”/ “Weißt du, ob das Kind überhaupt von dir ist?”) und liebten uns. Wahnsinnig. Außerdem wussten wir nicht, worauf wir uns einlassen (so wie alle, die eine Ehe eingehen). Wir wussten, dass wir nicht genug voneinander kriegen konnten und himmelten uns wie zwei Teenies an.

Ich will so sehr, dass du der eine bist.

Rückblende Frühjahr 2001: Für mich war es kein Wunder, dass mein – damals noch Freund – mir eines Tages einen Heiratsantrag machte. Wir waren an einer Wasserskianlage, ich lag am See und kämpfte mit der Übelkeit, die mich die ersten 3 Monate meiner Schwangerschaft begleitete, und schaute ihm bewundernd beim Wakeboarden zu. Er kam aus dem Wasser zu mir, glücklich und strahlend, legte sich nass wie er war auf mich, nahm mein Gesicht in die Hände und fragte “Willst du mich heiraten?” Wir küssten uns und ich musste gar nicht ja sagen, es war klar, dass das meine Antwort war. Ein warmer und sonniger Sommertag und wir waren die glücklichsten Menschen auf dieser Welt. Alles war perfekt, bis auf die Morgenübelkeit (die den ganzen Tag blieb), aber irgendwas ist ja immer.

Die schnelle Nummer: Wir blockten einen Hochzeitstermin beim Standesamt, den ersten, den wir kriegen konnten. Ich kaufte innerhalb einer halben Stunde ein Brautkleid, ich fuhr einfach zu dem einzigen Brautladen, den ich kannte und suchte mir ein Kleid aus. Die passenden Schuhe fand ich noch am selben Tag.

Gonna get married: Nach dem Standesamt brunchten wir mit Familie und den Trauzeugen im Außenbereich eines schönen Lokals in Köln, abends luden wir alle unsere Gäste in ein Restaurant in der Kölner Südstadt ein. Ein Italiener, der in der schönsten Allee der Südstadt liegt, inmitten von Altbauten. Man kann im Lokal alle Fenster und Türen öffnen, sodass man das Gefühl hat, draußen zu sitzen. Wir aßen á la Carte, feierten mit unseren Freunden, lachten und konnten unser Glück nicht fassen. Um 23 Uhr wurden wir von einer Limousine abgeholt und in das Hotel im Wasserturm gebracht, wo ich die Hochzeitssuite für uns gebucht hatte.

Wir hatten beide keinen Alkohol getrunken, denn wir wollten mit der Hochzeitsnacht offiziell unsere Ehe besiegeln. Das ist uns auch gelungen und wir werden uns für immer voller Liebe an diese Nacht erinnern. Wir genossen ein Frühstück im Bett und anschließend ging es für uns mit einem riesigen Wohnmobil in die Flitterwochen. Erst nach Dänemark, mit der Fähre weiter nach Schweden und von da aus nach Norwegen. Drei glückliche Wochen auf fast einsamen Campingplätzen. Wir waren uns sicher, alles richtig gemacht zu haben.

Was ist aus uns geworden? Du tust mir weh.

Fast forward, 13 Jahre und zwei Kinder später. Ich konnte weder greifen, noch sagen, was passiert war, aber ich bekam Zweifel. An allem. Ich hatte einen Mann, diese beiden wundervollen Kinder, ein Haus, zwei Autos und regelmäßige Urlaube. Und das Gefühl, mich selber verarscht zu haben. Da waren große Erwartungen. Ich fing an, unsere Liebe anzuzweifeln. Vor allem zweifelte ich seine Liebe an. Ich habe alles für dich aufgegeben, was hast du je für mich getan?! Du hast deine steile Karriere und ich? Wo ist meine Karriere hin? Immer bleiben Kinder an der Frau hängen. Warum hast du dich nicht um sie gekümmert und dich krank gemeldet, wenn sie krank wurden? Warum bist du nicht in Elternzeit gegangen? Wir stritten viel. Ich machte ihm Vorwürfe, stellte alles infrage. Ich war enttäuscht von der Ehe.

Der Vergleich: Ich hatte Freundinnen, deren Männer ihnen ständig Blumen kauften, den Kaffee morgens ans Bett brachten und immer die neueste Vogue besorgten. Das tat mein Mann alles nicht, Fazit: er liebte mich nicht. Andere bekamen tolle Heiratsanträge mit Kniefall, einen Ring von Tiffany´s und eine Traumhochzeit also folgerte ich, dass ich meinem Mann noch nie wichtig war, von Anfang an nicht. Ich bekam weder einen Kniefall, geschweige denn einen Ring. Er legte sich einfach auf mich und ich musste noch nicht mal antworten, so sicher war er sich. Er musste sich nie um mich bemühen! Ich bekam seine zwei Kinder, wir bauten ein Haus, aber geliebt hat er mich anscheinend noch nie, denn er machte mich nicht glücklich. Das alles machte mich so richtig fertig.

Ich will doch nur, dass du glücklich bist.

Er bemühte sich. Ich bekam den Kaffee ans Bett, die Vogue und diverse Handtaschen. Ich bekam sogar nachträglich diesen Ring von Tiffany´s, der so viel kostete wie ein Kleinwagen. Nichts davon konnte mich glücklich machen. Natürlich nicht. Ich litt, er litt. Und dann trennten wir uns. Böse.

Wieder Single: Ich blieb mit den Kindern allein und nachdem ich mich ausgeweint hatte, bekam ich einen Motivationsschub. Ich suchte nach einer kleineren Wohnung für uns, ich hatte Vorstellungsgespräche und ohne die Kobolde in meinem Kopf, die fieses Zeug sagten, ging es mir wieder besser. Zwar war es schade um all die Pläne, die wir hatten und ich hatte auch keinen Plan B, aber so auf mich allein gestellt sah ich meine Situation aus einem anderen Blickwinkel. Ich hatte niemanden mehr, der mich glücklich machen sollte, dafür war jetzt wieder ich zuständig.

Die Existenzfrage: Jeden Tag machte ich einen Spaziergang von 7 Kilometern oder mehr, allein im Wald. Ich dachte über alles nach, wie es sich entwickelt hatte und woher die Wendung kam. Was hat unsere Liebe gekillt? Antwort in den ersten Wochen: Er! Er hat sich nicht richtig um mich gekümmert, gesorgt und mir seine Liebe nicht genug bekundet! Erst Enttäuschung, dann Wut, dann viel Selbstmitleid. Antwort ab ca. Woche 3  und etlichen Kilometern allein im Wald:  er hatte damit nichts zu tun. Vergiftet haben mich meine eigenen Gedanken, meine Unzufriedenheit über mich und über mein Leben, so wie es sich entwickelt hatte. Was habe ich getan, damit die Ehe funktionierte? Ich meckerte nur, sorgte selber aber nicht für eine gute Ehe. Somit hörte sie auf, zu existieren.

Was für eine Frau bin ich? Auf der Suche, immer in Bewegung.

Es ist nicht einfach sich einzugestehen, dass man selber einen großen Fehler gemacht hat, dass man sich geirrt hat. Nicht in meinem Mann oder unserer Liebe. Ich musste zugeben, dass ich mich all die Jahre, in denen die Kinder klein waren, nicht gut um mich gekümmert hatte. Vieles, was mir wichtig war, habe ich nicht gepflegt. Schleichend. Ich wurde zur Mutter und Hausfrau und kümmerte mich nur um andere, nie um mich. Es machte mir Spaß, aber was war mit meinen Träumen? Mit mir? Ich kümmerte mich weder um mich, noch um den Erhalt der Ehe. Mit Unzufriedenheit hält man nichts am Leben.

Great Expectations: Ich definierte mich über Erwartungen an meinen Mann und unsere Liebe. Ich suchte wie ein Junkie nach Beweisen, dass er mich nicht liebte und schätzte. Da waren Erwartungen, dass ich einen filmreifen Heiratsantrag mit Kniefall verdient hätte, einen Verlobungsring, perfekte Geschenke zu Weihnachten, immer Blumen und Pralinen zum Muttertag und all das. Drama! Am Ende saß ich da mit meinem neuen Ring, all den Handtaschen und Pralinen und vermisste eins: seine Liebe. Die hat er mir vor Jahren einfach so geschenkt. Sie war immer da, auch als ich ätzend wurde und erwartete, dass er mich glücklich machen soll. Immer hat er mich geliebt, auch als ich schreiend die beiden Jungs aus meiner Vagina raus presste. Auch, wenn ich Türen knallte und brüllte.

Die Trennung war das Beste, was uns je passiert ist. Ich habe mich in dieser Zeit besinnen und neu programmieren können. Es hört sich easy an, das ist es aber nicht. Im Nachhinein war es die schlimmste Zeit, aber ich denke mit Dankbarkeit daran zurück. Ich verstehe, dass nur ich mich glücklich machen kann. Niemand ist für das Glück einer anderen Person zuständig .

This love stuff is a motherfucker: Mein Mann kann mich zum Schmunzeln oder Lachen bringen, machen, dass ich mich kurz freue, aber ob ich glücklich bin, liegt außerhalb seiner Macht. Wenn man heiratet, wird man nicht automatisch “eins” und macht sich gegenseitig glücklich. Das ist eine verquere romantische Vorstellung, an die ich selber unbewusst glaubte. Eine Beziehung besteht aus zwei völlig verschiedenen Menschen, die sich auf einer eigenen Reise durch das Leben befinden. Ob sie glücklich sind oder nicht, dafür ist jeder selber verantwortlich. Egal was der andere macht, ob er sich auf seine Wimpern stellt, niemals wird man durch die Taten eines anderen glücklich.

Heute kaufen wir Blumen und Pralinen meist zusammen. Geschenke kaufe ich mir am liebsten selbst. So unromantisch und so gut. Ich weiß nicht, ob wir für immer zusammen bleiben, denn wir arbeiten immer noch täglich am Erhalt und Fortbestand der Ehe. Eine Ehe läuft nicht automatisch und nebenher. Sie erfordert das Mitwirken beider, sonst hört sie auf zu existieren.

It´s always been you: Mein Mann hat einmal gesagt “Ich habe dich einfach immer nur geliebt”. Ich habe Glück, dass er mich immer noch liebt. Es macht mich nicht glücklicher, aber es ist schön, ihn bei mir zu haben. Ich bin glücklich – nicht immer: wäre ich immer glücklich, könnte ich ja von dieser Erde abtreten, dann hätte ich nichts mehr zu lernen – und ich mache meistens nur mich für mein Glück verantwortlich (manchmal übe ich eben noch).

Am Wochenende bringe ich meinem Mann einen Kaffee ans Bett. Er will ihn gar nicht, aber es bringt ihn zum Schmunzeln.

 

Teilen:

27 Kommentare

  1. Dorothe Lülsdorf
    16. April 2018 / 6:55 pm

    Liebe Doro,
    zuerst einmal meinen höchsten Respekt und Dankbarkeit, dass Du so offene Worte gefunden hast und Deine Erfahrungen mit uns teilst. Ich glaube, wie Dir geht es vielen von uns, auch mir: man hat Erwartungen an andere und werden diese nicht erfüllt, ist man unzufrieden. Dabei bin nur ich dafür verantwortlich, ob es mir gut geht. Ich wünsche Dir und Deinem Mann, dass Ihr Euren Weg weiter gemeinsam geht und die Liebe über allem steht.
    Sei herzlich gegrüßt
    Doro

    • 16. April 2018 / 7:02 pm

      Du hast Recht, es ist so einfach, wie du es beschreibst. Und ja, ich gebe hier viel Privates preis und mache mich damit verwundbar, aber ich sehe es so, wie Elisabeth Gilbert es mal gesagt hat: ich schreibe meine Gedanken und Erfahrungen auf. Was andere damit machen, ob sie es annehmen, verurteilen, hassen… hat nichts mehr mit mir zu tun. Deshalb denke ich mir, raus damit 🙂
      Liebste Grüße!

  2. Blackforestgirl
    16. April 2018 / 7:25 pm

    Liebe Doro, so schön und ehrlich! Ich musste aus Rührung mal kurz schlucken! Macht weiter so ihr Zwei♥️. GLG Ela

  3. 16. April 2018 / 7:39 pm

    Was ich toll und ehrlich finde, ist auch der Satz ” ich weiss nicht ob wir für immer zusammenbleiben”. Das ist absolut mein Spruch, für den ich so oft schon kopfschüttelnd angeschaut wurde oder kritisiert wurde. Aber ich finde besser so, als wenn wie bei vielen die Seifenblase platzt und aus #loveofmylife oder #besthubby oder #forever dann doch irgendwann der #ex wird. Was weiss ich wo ich in 3,5,10 Jahren stehe.

    • 16. April 2018 / 7:47 pm

      Da hast du vollkommen Recht. #besthubby usw. haha, ich denke immer, dass eine Beziehung nicht echt ist, wenn man das schreiben muss. Liebste Grüße

  4. Alexandra
    16. April 2018 / 8:39 pm

    Ich bin ja sonst immer eine stille Leserin, aber dieser Beitrag ist so toll. Mir geht es genauso wie dir und stets bin ich auf der Suche herauszufinden wer ich bin und was ich möchte. Und mir dies auch selbst zu schenken, das ist ein schwerer Schritt. Denn es ist so wahr, glücklich muss man sich selbst machen.
    Liebe Grüße
    Alexandra

    • 17. April 2018 / 8:08 am

      *stets bin ich auf der Suche herauszufinden wer ich bin und was ich möchte* meinst du, wir sind manchmal nervig? Hahaha, wobei… wenn ich mich beschwere, dann höchstens über meine eigenen (negativen) Eigenschaften.
      Schönen Tag!

  5. suna
    16. April 2018 / 9:41 pm

    Ich erkenne mich in so vielen Gedanken von dir wieder! DANKE für diesen Artikel!

  6. 16. April 2018 / 10:30 pm

    Liebe Doro,
    sooooo schön zu lesen, wie Du es schließlich selbst erkannt hast, wo der Haken an der Sache ist. Respekt! Denn sehr viele Menschen haben leider noch nicht dieses Bewusstsein, oder wollen einfach nicht bei sich selbst hinsehen. Opfer sein ist oft leichter, als Täter sein – doch am Ende ist beides eine Sackgasse. Zu deinem Thema hatte ich letzten Monat auch einen Betrag unter dem Motto – Liebe ist keine Kosten-Nutzen-Rechnung, geschrieben. Klingt hart, sehe ich jedoch inzwischen so. Man gibt gerne die Verantwortung ab und tauscht sie quasi gegen Erwartungen aus *lach*. Ich glaube, wenn man den Mut hat bei sich selbst genau hinzusehen, offen und ehrlich, dann ändert sich alles, selbst der Partner, ohne dass wir ihn manipulieren.

    Danke für deine offene und so ehrliche Art
    und alles Liebe, Lill

    • 17. April 2018 / 8:06 am

      *Man gibt gerne die Verantwortung ab und tauscht sie quasi gegen Erwartungen aus* dieser Satz ist mega!
      Liebste Grüße!

  7. EvelinWakri
    16. April 2018 / 10:49 pm

    Liebe Doro! Du schreibst so offen und ehrlich über Dich und Deine Ehe. Und Du hast recht, das Glück kann man nur sich selbst und für Unzufriedenheit ist man auch meistens selbst Schuld… Wir sind 32 Jahre miteinander verheiratet mein Mann und ich. Auch wir schlitterten an einer Trennung vorbei. Schicksalsschläge haben uns bewusst gemacht, dass wir ein perfektes Team sind…und ein Team funktioniert nur mit Teamgesprächen… Es ist nicht perfekt, aber im Moment gut wie es ist… Euch besonders Dir wünsche ich, dass Du in der endlosen Liebe ankommst, denn anscheinend stehst Du mitten in ihr drin… Umärmelung EvelinWakri

    • 17. April 2018 / 8:04 am

      Liebsten Dank meine Evelin, ich wünsche euch beiden alles Glück der Welt!

  8. 17. April 2018 / 7:44 am

    Was für ein schöner und wahrer Beitrag! Glück kommt immer aus einem selbst, ja!

  9. Anna
    17. April 2018 / 11:43 am

    Ich danke Dir für Deine offene Art und dass jemand auch mal über dieses Thema schreibt. Ich kann allem nur zustimmen. Und ich erkenne mich total in deinem Text wieder. Ich glaube, auch ich jammere auf zu hohem Niveau und sehe nicht das Wesentliche und wie schön ich es hab mit meinem Mann. Warum müssen wir immer über das oder denjenigen jammern, der schon so lange zu uns gehört. Ich bin mit meinem Mann 23 Jahre zusammen. Ist es, dass wir alles dann als selbstverständlich nehmen?

    Fühle Dich ganz stark gedrück!
    LG Anna

    • 17. April 2018 / 11:47 am

      Oh wie schön, dass so viele von euch Mädels zustimmen! Habe eine Woche überlegt, ob ich das veröffentlichen soll, haha. Ich wünsche dir das Beste für deine Partnerschaft! Liebste Grüße!

  10. Katinka aus LE
    17. April 2018 / 11:55 am

    Liebe Doro, genauso ist es. Und ich habe es auch erst jetzt gerade gelernt und arbeite noch weiter daran. Danke für diesen ehrlichen Artikel.

  11. Katrin
    17. April 2018 / 10:13 pm

    Liebe Doro, danke für den Artikel. Die Fähigkeit Selbstverantwortung zu übernehmen und auf sein Herz zu hören, ist bei vielen verloren gegangen. Es ist ein Weg, oft mit höhen und tiefen dahin zu kommen.
    Ich selbst bin auch seit 2001 verheiratet und hatte auch immer wieder Zweifel und es zeigten sich einige Themen die angeschaut werden wollen. Ich finde den Schritt mit der Trennung sehr mutig! Schön, dass Ihr euch wieder gefunden habt. Alles Gute für euren weiteren Weg…
    Ich finde, jeder hat seinen Weg, man geht ihn nur zusammen…
    Liebe Grüße

  12. Manu
    18. April 2018 / 7:59 am

    Liebe Doro, du sprichst mir aus der Seele. Ich hatte beim Lesen Pipi in den Augen. Danke für diese offenen Worte!
    Liebe Grüße Manu

  13. Ela
    18. April 2018 / 9:43 am

    Liebe Doro,

    ein wunderschöner Beitrag!
    Könnte ihn immer wieder lesen… Ich bin selber auch seit 15 Jahren verheiratet, auch ohne Kniefall ;-)!
    Und auch mit immer wieder einer Menge Arbeit. Eine Beziehung ist eben kein Selbstläufer!
    Generell finde ich mich in den meisten Deiner Beiträge wieder. Verwandte Seelen? 😉

  14. Nicht
    18. April 2018 / 10:45 am

    Liebe Doro, ich habe es ja neulich schön geschrieben: du bist in meinem Kopf!! Dein sehr persönlicher Beitrag sagt gibt so viel. Ich finde deine Art der Reflexion so berührend und anregend. Deine Worte treffen es genau auf den Punkt: eine Ehe/Partnerschaft muss die ‚Arbeit’ von beiden sein. Ich befand (und manchmal befinde ich) mich auch in diesen Phasen. Aber die Jahre, die Zeit, das Gemeinsame sind es wert, den Weg weiterzugehen. Und du hast Recht: die #besthubby und Schatz, küsse mich und halt meine Hand und wir lieben uns so, sind die, wo es oft hinter den Kulissen nicht stimmt. Ich glaube, ihr habt eine gesunde Ehe mit Höhen und Tiefen und das ist gut so. Und deine Karriere( die auch meine ohne erfolgreichen Blog ist) ist großartig und unbezahlbar: du hast deinen Kindern ein zuhause und ein Leben gegeben, hast deinem Mann und deiner Familie den Weg geebnet und alles gemanagt; auch wenn sich das nicht im Gelde und in Titeln auszahlt: mehr geht nicht. Ich wünschte, ich würde das auch mehr verinnerlichen. Also: Danke für diesen Bericht, Danke, dass du so bist, Danke für die Inspiration. Bleib du und so und macht weiter so. Denn: ich habe dich einfach nur geliebt ist das Beste, was dein Mann die sagen kann!!

  15. 18. April 2018 / 1:56 pm

    Wow, liebe Doro, das nenne ich mal schonungslose Wahrheit! Und ich finde es super, dass Du so offen schreibst. Bei den ganzen “happy forever”-Bildern die immer nur im Netz gezeigt werden, bekommt jeder seine Zweifel, ob er genug geliebt wird, bzw. genug liebt.
    Ihr habt wieder zueinander gefunden und die Tatsache, dass Dein Mann Dich immer geliebt hat, wiegt doch alles auf :-).
    Mein Mann und ich sind schon seit 1996 ein Paar und da ist auch nicht jeder Tag eitel Sonnenschein. Aber das ist halt eine Ehe! Zusammenhalten, wenn es schwierig wird, dann kann man die guten Zeiten gleich nochmal so gut genießen.
    Liebe Grüße
    Kathrin
    http://addictedtofashionbykathrin.de

  16. 18. April 2018 / 4:16 pm

    Hallo Doro,
    als sonst stille Leserin Deines Blogs schreibe ich Dir heute doch mal, denn ein Satz von Dir hat mich sehr beeindruckt: “Vergiftet haben mich meine eigenen Gedanken, meine Unzufriedenheit über mich und über mein Leben, so wie es sich entwickelt hatte.” Da steckt viel Wahrheit drin, und es erinnert mich ein wenig an den Film “Wakefield” mit Bryan Cranston, der auch irgendwann erkennt, dass seine negativen Gedanken auf seine Ehe sehr zerstörerisch eingewirkt haben. Und ich denke, das geht vielen so (ich zähle mich auch dazu!). Immerhin gibt einem diese Erkenntnis aber die Chance, sich zu ändern.
    Liebe Grüße
    Maren

  17. Anna
    19. April 2018 / 7:00 pm

    Mein Mann und ich haben demnächst 20jährigen Hochzeitstag und insgesamt sind wir seit 24 Jahren zusammen. Das wurde mir neulich mit aller Macht bewusst, dass wir seit einem Vierteljahrhundert gemeinsam durchs Leben gehen. Durch Höhen und diverse Tiefen. Und wenn ich während dieser Zeit was gelernt habe, dann: Liebe hat nichts mit dem zu tun, was Pilcher und Konsorten als Liebe verkaufen. Zweitens: Wenn ich mir meine Geschenke selbst kaufe, bekomme ich das, was ich haben will. Und drittens: Es bekommt unserer Ehe sehr viel besser, wenn wir nicht(!) gemeinsam verreisen.^^

    Liebe Grüße
    Anna

Kommentar verfassen