Eat. Pray. Love. And drink Italian Coffee.

Na…? Geniesst Ihr den (mittlerweile) Juli Regen auch so sehr wie ich 😉 Zur Erinnerung: wir Ă€rgern uns nicht darĂŒber HIER. NOT. 


Trotzdem. 
Zur Sicherheit hab ich einen Urlaub geplant. Wir fahren zum…..TAAAAADAAA: Gardasee! Also hoffentlich. Der Vermieter der Unterkunft ist ziemlich tiefenentspannt und beantwortet meine Emails leider nicht sofort.

UrsprĂŒnglich wollten wir nach Polen ans Meer… aber ich hab nichts gefunden was irgendwie nett aussieht und bezahlbar ist. Und dann fiel mir ein, dass es in Arco am Gardasee eine ganz tolle Unterkunft gibt in der wir schon zwei Mal waren, das letzte Mal war ich allerdings schwanger mit Lian. Also vor 8 Jahren. Wird Zeit wieder hinzufahren.


Dazu möchte ich Euch eine Geschichte erzĂ€hlen. Und zwar ĂŒber KrankenhĂ€user in Italien. Oder ein ganz bestimmtes, nĂ€mlich das in Arco am Gardasee. Keine Ahnung ob alle so sind. Aber als ich nĂ€mlich das letzte Mal dort war, wie gesagt schwanger, bekam ich plötzlich Blutungen. Ihr wisst schon, Du gehst auf die Toilette und denkst Dir “Ach, sieh an, hast Deine Tage…” und dann fĂ€llt Dir ein, dass Du schwanger bist und Du gerĂ€tst in völlige Panik. BrĂŒllst nach dem Ehemann, heulst und bist gar nicht mehr zu gebrauchen. 


Der Ehemann bringt Dich schnellstmöglich in das nĂ€chste Krankenhaus und dort kommst Du auch direkt dran. Allerdings fragen sie Dich dort (fĂŒr Deinen Geschmack) viel zu oft ob Du Drogen genommen hast oder Alkohol getrunken hast. 
No. No!!!! 
Aber dann wirst Du untersucht und man stellt fest dass das Baby lebt und fein schlummert.
Vor Erleichterung verlierst Du auf dem Untersuchungsstuhl noch mal so circa 20 Liter Blut (ok, einen halben). 
Um die Sicherheit des Babys zu gewĂ€hrleisten, möchte man Dich ein Paar Tage im Krankenhaus behalten. Du bist einverstanden denn Du willst sowieso jede halbe Stunden einen Ultraschall gemacht bekommen. Um die Sicherheit des Babys zu gewĂ€hrleisten. 


Du hast ein Einzelzimmer, zumindest bis 2 Uhr nachts. Denn da bekommst Du eine Zimmergenossin. Eine Italienerin. Sie und ihr Mann quatschen die halbe Nacht und als er dann endlich weg ist schnarcht sie. 
Nein! Eigentlich sĂ€gt sie BĂ€ume mit einer KettensĂ€ge. Da war das Italienische Gequatsche wie eine wunderschöne Oper anzuhören. Du schlĂ€fst also kaum und bist am nĂ€chsten morgen ziemlich ĂŒbel gelaunt. Bis die Schwester kommt und Dich fragt welchen Kaffee Du haben höchstes. Einen CafĂ© Latte, einen Espresso oder einen Espresso Dopio Macchiato. 
ÄÀÀÀÀÀ… Siiii???? 


Wie geil ist das denn? Du bekommst einen riesigen Becher CafĂ© Latte mit aufgeschĂ€umter Milch. Und dann kommt das FrĂŒhstĂŒck. Hörnchen mit Vanillecreme. Das Mittagessen ist nicht schlechter, oh nein… es gibt Nudeln (al dente) mit einer Sauce, Parmesan und Olivenöl. Zum Abendessen gegrillten Fisch. 


Mein Mann kam mich mehrmals am Tag besuchen und fand mich stets mit einem Tablett mit Essen vor mir vor. Ich lĂ€sterte zwar ĂŒber das Schnarchen meiner Zimmernachbarin (in ihrem Beisein), aber das nur bis zu dem Zeitpunkt, bis sie mich in perfektem Deutsch fragte, ob sie mir einen Espresso aus dem Automaten mitbringen soll. Ooooops…nein vielen Dank… oh Gott bitte lass mich im Boden versinken.


Mein Mann witzelt bis heute darĂŒber, dass ich nicht mehr aus dem Krankenhaus entlassen werden wollte. Als ich das nĂ€mlich wurde und er mich abholen kam, hab ich ihn nur verdutzt angeschaut und meinte “Aber es gibt doch gleich noch Mittagessen, ich hab mir Spaghetti bestellt!” Er wartete geduldig auf dem Parkplatz, bis ich aufgegessen hatte. 
Einer Schwangeren darf man keinen Wunsch abschlagen, das besagt eine alte Polnische Weisheit. Wenn man das tut, wird man nĂ€mlich von MĂ€usen aufgefressen. 
Total coole Polnische Weisheit wenn man schwanger ist. 
Die gibt es echt!

Also. In Italien bekommt man auch im Krankenhaus super gutes Essen. Meine ich zumindest. Denn ich kann mich eigentlich kaum noch an die Geschichte erinnern. Das Essen war gut, aber ich habe mich einfach auf ALLES was gut war konzentriert.


Ich habe etwas gebraucht, was mich von den Komplikationen meiner Schwangerschaft ablenkt. Ich wolle positive Energie fliessen lassen. Damit ich wieder positiv denken kann. Um es ganz einfach zu sagen: ich wollte dass Gutes passiert. Und in so schlimmen Situationen glaube ich, dass ich Macht habe. Ich wollte nicht auf die dunkle Seite der Macht gehen und mich sorgen und zweifeln.  


Die ersten Stunden im Krankenhaus hab ich geweint. Und dann fiel mir ein, dass ich dadurch all meine Ventile fĂŒr gute Energie zumache. Und ich glaube fest, dass ich dadurch noch mehr schlimme VorfĂ€lle angezogen hĂ€tte. Vorzeitige Wehen oder eine geplatzte Fruchtblase.
Ich war im 4 Monat schwanger, das alles wÀre fatal gewesen.


Also hab ich versucht, mich auf alles was irgendwie nett war zu konzentrieren. Und nicht an das Baby zu denken, nicht an das Blut und wo es plötzlich herkam. 
Ich dachte an den CafĂ© Latte, die netten Schwestern, die kleinen TĂŒtchen mit Öl und Parmesan die es immer zum Essen gab und dass meine Zimmernachbarin mir trotz meiner LĂ€stereien die Hand gereicht hat. Mit einem Espresso! 
Mein Mann besorgte mir Ohropax damit ich auch Nachts gut drauf blieb.


In dieser schlimmen Situation, hab ich zum ersten Mal in meinem Leben angefangen, meine Schwingungen in die richtige Richtung zu lenken. 
Ich habe versucht, Vertrauen in den Fluss des Lebens zu haben. 
Ich habe versucht zu glauben, dass alles so kommt, wie es kommen soll. 


Ich wende diese Methode immer noch so an. Ich hab mittlerweile genug positive “Zimmer” in meinem Kopf, in die ich gehen kann, wenn ich anfange zu zweifeln, mich zu sorgen oder zu Ă€rgern. Damit kehre ich meine Energie um. Mir geht es gut. Ich vertraue auf positive Vibes. 


Ich freue mich sehr auf meinen Urlaub in Arco, ich habe hier eine sehr wichtige Lektion gelernt. Ich freue mich, dass ich wiederkommen darf mit Lian, der mittlerweile 7 Jahre alt ist. 
Diese Geschichte ist eins der Zimmer, voll mit positiver Energie, in meinem Kopf. FĂŒr mich ein kleines Wunder. 

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1 Kommentar

  1. Cathérine Fleure
    21. Juli 2015 / 6:54 pm

    Das war bestimmt ein schlimmer Schreck den du da hattest! Aber das du so stark bist und immer versuchst das positive zu fokussieren ist wirklich bewundernswert. Da kannst sehr stolz drauf sein!Genieß deinen Urlaub!Lg, CathĂ©rine

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