Simplicity

Donnerstag, 16. November 2017

Wie ich mich vor Weihnachten und Neujahr von altem Balast trenne.


Kurz vor Weihnachten bekomme ich den absoluten Aufräumflash und läute so offiziell die Vorweihnachtszeit für mich ein.

Der Flash fing heute an. 
Ich stand in unserem "Keller" (ein Raum, den wir als Keller nutzen, denn wir haben keinen Keller) in dem ein großer Schrank steht, wo wir unter anderem unsere Jacken, Mäntel, Snowboardklamotten und dicke Boots aufbewahren.
Ich machte den riesigen Schrank auf und musste richtig laut seufzen. Ich war überfordert mit all dem Zeug da drin. Kinderjacken, aus denen die Kids rausgewachsen sind, alte Schuhe. Tischdecken, die wir nur an Weihnachten rausholen. All so ein Zeug. 

Ich liebe Minimalismus, aber wenn man eine Familie mit Kindern ist, schleicht sich ganz schnell Chaos ein. 
Wenn man nicht aufpasst. 
Und ich habe im "Keller" nicht aufgepasst. Alles weitere in meinem Leben wird immer minimalistischer und ich bin super stolz auf mich, dass es so gut läuft und dann bämms. 
Haha. 
Ich wette, ihr alle habt so einen Schrank/ Schublade/ Keller. Oder? 

Meine eigenen Sachen habe ich völlig im Griff. Ich trage nur 1 kleine Handtasche, es sei denn ich brauche mehr Platz, dann kommt eine größere zum Einsatz. Also insgesamt zwei von 20 Handtaschen. Alle anderen wurden aussortiert und werden größtenteils gerade verkauft. Meine Kleidung hängt auf genau einer Kleiderstange und diese Menge reicht mir völlig, es macht mich sogar glücklich, dass es so übersichtlich ist!

 Simplicity überall.


Auch meine Beautysachen habe ich aussortiert und benutze für mein Make-up jeden Tag die gleichen Sachen: Kajal, Augenbrauenstift, Rouge, Highlighter, Make-up, Concealer und Lippenstift. Meine Parfumsammlung beschränkt sich auf 3 Düfte. 

Das gleiche gilt für alle Shampoos, Lotions und Cremes.

Selbst in der Küche habe ich aufgehört, wahnsinnige Gerichte mit zu vielen Zutaten zu kochen. Es stresst mich, wenn ich zu lange Gemüse schälen und schneiden muss. Also gibt es z.B. 3-Minuten-Brokkoli. Dazu schnippele ich ein hartgekochtes Ei klein und brate alles kurz in der Pfanne an. Oder ich mache Kartoffeln und Blattspinat in Kokosmilch. Auf aufwendige Curry´s aus über 10 Zutaten habe ich keine Lust.
Meine Teesammlung ist aufgeräumt und auch der Arztneimittelschrank. Ich habe alte Bücher verschenkt, Lebensmittel auf Haltbarkeit überprüft und unsere Vorräte sortiert.
Ich beschränke mich auf zwei Sportarten (Joggen und Barre Workout) und meditiere beim Yoga. 

Soooo toll. Ich bin sooooo toll.



Und dann mache ich den "Es ist richtig Winter" Schrank auf und finde... Chaos. Wo kommt das Zeug her? Gehört das überhaupt uns?! Ich lege los, überprüfe die Kleidung, die Schuhe, die Skiunterwäsche, ich sortiere und ordne. Und während ich das tue, fällt mir der Dachboden ein. Weihnachtsdeko. Kerzen. Alles in Kisten gepackt. So viel Zeug! Zu viel!

Jaja, es kann sein, dass diese Geschichte ein Synonym für mein Inneres ist. Haha, habt ihr es geahnt?
Ich kümmere mich gut um mein Seelenleben, ich sortiere mich, ich denke nach und räume auf. Ich trenne mich von Vergangenem und lasse es los. Und dann, wenn ich denke, dass alles gut ist... finde ich ganz alten, vergessenen Kram, der auch gehen will.
Meist kurz vor Neujahr ;).

Also werde ich den Schrank im "Keller" aufräumen und einige Räume in meinem Inneren direkt mit sortieren.
Das alte Zeug, was soll ich damit! 
Ich trenne mich von materiellem Balast und übe mich in neuen Denkweisen, schließlich ist bald Neujahr. Einiges darf mitkommen, aber so vieles wird in 2017 bleiben. Bleiben müssen ;)!
Macht ihr mit?
Let´s keep life simple.



10 Kommentare

  1. Oh, ich hätte gerne Bilder gesehen, sowohl von der minimalistischen Kleiderstange wie auch von dem Chaos Keller so in der Art: vorher-nachher. Ich sehe gerne wie andere das Chaos in den Griff bekommen und hole mir Inspirationen für Lösungen meiner eigenen Platzprobleme.

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    1. Haha, jeder hat aber ein eigenes Chaos ;)!
      Das kriegst du auch ohne Inspiration in den Griff, da binich mir sicher.
      Liebste Grüße!

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  2. Doro, Du bist großartig! Lese Dich schon sooo lange und freue mich besonders über diese Art von Posts von Dir;-) Dein Schreib-Stil ist einfach unnachahmlich; danke für so viele Jahre der Inspiration. Auch heute wieder: ein Knaller! Ich traue mich gar nicht mehr in Keller/Dachboden, denn ich weiß, es erschlägt mich. Wer braucht 5 Tonnen Weihnachtsdeko??? Auf geht's, räumen wir auf, lassen wir los. Würde mich auch mega freuen über einen Post von Dir zum Thema Loslassen in Freundschaften;-)

    Sei herzlich gegrüßt von einer Ex-Wuppertalerin, die immer wieder gerne ins Tal zurückkommt!
    Karlotta

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    1. Oh Loslassen in Freundschaften?
      Da habe ich wirklich was zu sagen, ich sehe zu, dass ich das auf den Blog bringe!
      Liebe Grüße!

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  3. das finde ich ja richtig toll, denn ich mag es, wenig zu haben und bei mir ist auch immer alles super aufgeräumt. Alle drei Monate miste ich aus und kann mich auch super gut von Dingen trennen. Das fällt mir leicht. Ich mag keinen Balast und unnötiges Zeug in meinem Leben.

    Mich selbst und mein Inneres - ja, dass muss ich wieder aufräumen.

    viele liebe Grüße
    Melanie / www.goldzeitblog.de

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  4. Liebe Doro - Genau. So. !! you took the words out of MY mind... mir geht's genau so, wie Du es beschrieben hast. (Und mich so zum Lachen gebracht hast / "gehört das überhaupt uns?") Ich gehe durch alle Schubladen, Schränke, Räume... bin zum teil "entsetzt", was alles zum Vorschein kommt, merke, wie wenig doch reicht... usw. und wenn ich "fertig" bin, hab ich das Gefühl, ich könnte grad nochmal aussortieren, weils immer noch zu viel ist. Interessant, dass ich genau die gleichen Gedanken (OMG...) bezüglich Küche und Kochen habe. Und wie herrlich, wenn sich die Dinge reduzieren auf ein gutes / passendes Maß. Reizüberflutung von aussen "immer und überall" - wie wunderbar, wenn es bei mir selber übersichtlicher wird.
    Vielen 1000 Dank für all Deine Posts und Inspirationen, Impulse und Leichtigkeits-Worte. Ich lese sehr gern bei Dir.
    Viele Grüße, Barbara

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    1. Ich danke dir!!!! Bei solchen Kommentaren muss ich vor Freude fast heulen, haha, ich bin so ein Weichei ;)!

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  5. Hahaha, auf Deinen genialen Beitrag hin habe ich heute gleich mal Nagellack aussortiert! Wer in aller Welt hat 30 fast identische Rottöne gekauft? Mein Mann heimlich ? Ich werde mich bessern , manchmal gelingt es gut aber bei Nagellack und Kajal setzt anscheinend mein Verstand aus..... Danke liebe Doro für‘s erinnern !
    LG
    Gaby

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  6. Haha😂... Unglaublich wie gut Du meinen Keller in Deinem Post beschrieben hast! 😉 Aber es ist gut zu wissen, dass man nicht alleine ist... Da am WE mein Speicher auf dem Plan steht, bin ich jetzt noch motivierter und werde den ganzen Weihnachts-Krims-Krams durchforsten und endlich verkaufen... Danke Dir ☺️, ein schönes Wochenende und liebe Grüße aus Bayern! Astrid

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