40, das Alter der Veränderungen oder bye bye Coffee.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Nowshine Lifestyle Blog über 40



Ich habe Kaffee immer geliebt.
Ich hatte jahrelang eine Kaffeemaschine neben meinem Bett stehen und das erste was ich morgens machte, war ein Espresso. Es war ein Ritual. Ich liebte alles daran, den Geruch, den Geschmack, die Wärme, die leichte Bitterkeit. Der erste Schluck Kaffee am morgen war ein Genuss. Aaaaah wie wundervoll.
Ich nahm meine Kaffeemaschine mit in den Urlaub.
Und wenn nicht, dann holte mein Mann mir morgens meinen Kaffee und brachte ihn mit auf´s Zimmer.
Kaffee gehörte zu meinem Leben. Wie dunkle Schokolade. Und Wein (oh der Wein!).

Und dann wurde ich 40. Und meine Hormone veränderten sich. Und damit veränderte ich mich.
Ich wurde unruhig, nervös, zittrig. Und eines Tages stellte ich mir die Frage, ob das womöglich mit am Koffein lag (oder nur an der Magic 40).
Meine Freundin hörte mit dem Rauchen auf. Sie litt, sie schlief nicht, ihr Blutdruck war im Keller, aber sie blieb hart. Also beschloss ich, mit dem Kaffeetrinken aufzuhören.

Zuerst habe ich es mit koffeinfreiem Kaffee versucht, aber ist das nicht Selbstbetrug, so wie E-Zigaretten? So werde ich niemals mit Kaffee aufhören und im ersten Laden, der keinen koffeinfreien Kaffee hat, einen Espresso bestellen. Und wieder unruhig werden.
Also was soll´s. Abgewöhnen. Weg damit.

Ich fing an, öfter Tee zu trinken (jedoch keine Schwarzen, der hat bei mir die gleiche Wirkung wie Kaffee). Gerade heute habe ich bei meinem italienischen Friseur (der eine eigene Kaffee Lounge hat!) den weltbesten Roiboos Vanille-Creme Tee bekommen. Der gesamte Laden duftete danach. Ich wage zu behaupten, dass mir der Kaffee nicht gefehlt hat. Ich trinke Golden Milk´s oder Raw Cacao Hot Chocolate´s. Zu Hause schäume ich die Milch für die heiße Schokolade auf denn der Schaum schmeckt einfach wahnsinnig gut. Legendär. Eine Hot Chocolate aus Raw Cacao ist warm, sämig, gesund und mega. Wer will da noch einen ollen Espresso trinken bitte schön?
Trotzdem, manchmal fehlt mir der Kaffeegeschmack. Und Geruch. Wie ein Ex. Du weißt, er ist nicht gut für dich, aber ihr hattet auch sehr schöne Zeiten zusammen. Morgens im Bett.

Ich trinke jetzt morgens heißes Wasser mit Zitrone und Kokosöl. Wie so eine Gwyneth Paltrow oder Elle McPherson. Es ist nicht das Gleiche, aber ich gewöhne mich immer mehr daran. Heute Morgen stellte ich mir sogar die Frage, ob ich statt dem Wasser lieber einen Espresso hätte? Nein. Die Zeiten scheinen vorbei zu sein.  

Also sehe ich, der Kaffee war nur reine Gewohnheit. Die Entwöhnung war unbequem, aber nicht schlimm. Ohne Kaffe geht es mir so viel besser, ich bin ruhiger, gechillter. Ich bin froh, dass ich damit aufgehört habe, auch wenn ich ihn manchmal vermisse. Ich bin sogar stolz darauf zu sagen: ich trinke keinen Kaffee.

Weil ich schon mal dabei war aufzuräumen, habe ich überlegt, ob Wein mir ebenfalls nicht gut tut. Ich vertrage nicht mehr so viel Wein wie früher, also trinke ich wenig und das nur noch an Wochenenden. Denn ich mag das Gefühl nicht, betrunken zu sein, also höre ich auf bevor es dazu kommen kann. Aber ich genieße Wein. Wein ist etwas Besonderes für mich. Wein entspannt mich. Wie dunkle Schokolade

Vielleicht gibt es noch mehr Sachen in meinem Leben, die ich mir abgewöhnen sollte, näher beleuchten sollte, ändern sollte? Denn nichts bleibt, wie es ist, Veränderung ist gut. Sie erfrischt und hält jung. Also...
... was wäre, wenn ich mehr an mich denken würde?
Was wäre, wenn ich aufhören würde, nach einem Haus in Wuppertal zu suchen und stattdessen eins in Frankreich kaufen würde?
Was wäre, wenn ich mehr auf meinen Bauch hören würde?

Was wäre, wenn ich mich einfach noch mehr verändern würde? Einfach so, alten Ballast loslassen würde. Alte Wunden, alte Beziehungen, alte Konflikte? Was wäre, wenn nur die Zukunft zählen würde?

Vielleicht werden wir mit dem Alter nicht klüger, sondern bewusster. Vielleicht hat mir der Kaffee schon immer nicht gut getan, es ist mir nur jetzt erst aufgefallen. Vielleicht ist die 40 das Alter der Veränderungen? Was wäre, wenn ich mich einfach verändern würde, so wie es für mich passt? Der Gedanke ist warm und gibt mir so viel Freiheit.
Was haltet ihr davon?

4 Kommentare

  1. Hallo Doro. Verfolge deinen Blog schon länger und sehr oft habe ich mich in deinen Berichten wiedergefunden. Aber dieser trifft 1000% auch auf mich zu. Habe vor 2 Monaten das Kaffee trinken aufgehört und es geht mir wunderbar. Und ja 40 ist das Alter der Veränderung!

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  2. Hey Doro, toller Post. Ich liebe einfach deinen Schreibstil. Woher bekommst du denn deine Raw Cacoa Hot Chocolate? LG

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