Pure Love

Sonntag, 11. September 2016



Throwback... zu einem wundervollen Abend in Barcelona.
Wir haben den Tag am Strand verbracht und konnten es kaum glauben, wie warm das Meer ist.
Ihr wisst ja, wir sind den kalten Atlantik gewohnt.

Wir haben uns im Hotel zurecht gemacht und spazierten etwas am Passeig de Garcia, auf der Suche nach einem Restaurant.

Wir probierten hier und da ein paar Tapas und beobachteten die Menschen. Ich sah viele sehr schöne und gut angezogene Frauen, hauptsächlich (mindestens!) über 40.
Es ist eine Wohltat, so viele ältere, zurechtgemachte Frauen zu sehen. Sie sehen so schön aus!

Wir atmeten diese schöne Stadt. Barcelona! Eine Stadt die schnell begeistert. 





Jeden Tag kamen wir an einer Kirche mit einem schönen Innenhof vorbei und heute ging ich hinein.

Ich stand da und fühlte.
Und irgendwas passierte in mir.

Ich fühlte Nähe.
Nähe zu mir, Nähe zu Gott, Nähe zum... Sinn des Lebens.?

Ich fühlte Glück. So viel davon, dass mir die Tränen kamen. Ich stand da, sah das Kreuz, die kitschigen Bilder und Statuen und war einfach glücklich. Und dankbar. Mein Weg war sehr steinig und richtig schwer, aber da, in dieser Kirche in Barcelona, war ich angekommen. Ich fühlte mich... frei.



Einige von euch gehen vielleicht ab und zu in eine Kirche, einige beten bewusst, einige unbewusst. Ich habe noch keine Kirche gefunden, in der ich einer Messe beiwohnen würde, aber ich besuche sie gerne einfach so, ohne Messe und Predigt.

Dort geniesse ich die Stille. Für mich war eine Kirche stets ein Ort, an dem ich mir Zeit genommen habe, mit Gott zu reden. Meistens bat ich um etwas. Oft um Kraft, manchmal um Hilfe oder Erbarmen.

Zum allerersten Mal war es anders. Ich stand da und dankte. Und zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, das Gott mich ansieht. Ich hatte das Gefühl, als ob ich etwas verstanden hätte, das man mit Worten nicht benennen kann. Ich hatte keine Bitten. Ich war so voller Liebe, dass es mir den Atem nahm.

Ich fühlte Liebe und Frieden.

Ich dankte Gott für seine Wege, die mich an diesen Punkt in meinem Leben gelenkt haben.
Jeder Schmerz, jedes Problem, jede Zurückweisung war nur dafür da, damit ich wachsen konnte.

Ich bin immer noch manchmal verletzt. Immer noch tauchen Probleme auf. Immer noch bin ich manchmal unsicher. Und manchmal leide ich.
Es hört nicht auf, nur will man in diese Kirche in Barcelona geht ;).

Alles wird irgendwann gut, wenn man erkennt, was man bereits erreicht hat, wie sehr man sich verändert hat.

Und anfängt, Atemzug für Atemzug, pure Liebe zu fühlen.


2 Kommentare

  1. Das klingt wunderschön! Danke, dass du diesen besonderen Moment mit uns geteilt hast <3
    Lotte

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  2. WOW - ich halte durch für diesen Moment...

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