Vom Kinder- zum Jugendzimmer: ein Guide zur Inspiration und Planung

Mittwoch, 16. März 2016

Babyzimmer, Kinderzimmer und nun sind wir beim Jungszimmer angekommen, mein Sohn Luke ist dieses Jahr 14 geworden und offiziell ein Teenager.

Pünktlich zu seinem Geburtstag, ist ihm sein Bett zu kurz geworden (er ist mittlerweile größer als ich) und mich störte der alte Teppich in seinem Zimmer schon lange.

Kurzerhand beschloß ich, sein Zimmer geradewegs völlig neu zu gestalten und nachdem es nun fertig ist, möchte ich meine Tipps und Ideen mit euch teilen.


Inspiration Jungenzimmer

Zunächst habe ich selber nach Ideen für ein Jungenzimmer gesucht und überlegt, welche Anforderungen das neue Zimmer erfüllen muss.
Dabei wurde eins klar: das Zimmer eines Jugendlichen ist wie eine kleine Wohnung in einer Wohnung.

Wir Erwachsene haben ein Schlafzimmer, ein Wohnzimmer und eventuell sogar ein Arbeitszimmer. Ein Jugendzimmer muss all das, in einem sein.

Ich durchforstete Ikea und schaute auf Pinterest, aber die meiste Inspiration, habe ich beim Online Portal homify gefunden.
Neben Inspirationen, bekommt man ebenso wertvolle Einrichtungstipps und man erfährt auch, wo es in der Nähe passende Experten für jede Branche gibt: vom Bodenleger über Maler bis Zimmermann.

Mein Lieblingstool bei Homify sind allerdings die Ideenbücher. Ein Ideenbuch ist eine virtuelle Pinnwand, darin lassen sich Wohnbeispiele und Lieblings-Einrichtungsideen speichern. Und genau das habe ich gemacht, alle Ideen die mich angesprochen haben, habe ich dort gesammelt.

Mitspracherecht

Als mein Ideenbuch ausreichend gefüllt war, habe ich es Luke vorgestellt und mit ihm besprochen. Denn schließlich soll er sich in dem Zimmer wohlfühlen und nicht ich. Das Zimmer soll seine Persönlichkeit unterstreichen, er soll gern seine Freunde einladen und es so gern haben, dass er freiwillig Ordnung darin hält (ich selbstlose Mutter ich).


Planung

Ich fragte mich: was will und was muss ich neu gestalten?
Was mag mein Kind: welche Farben, Motive und Gegenstände?

Farbgestaltung

Ich redete mit Luke über die  Farbgestaltung und wir waren uns schnell einig, dass die Wandfarbe (Weiß) bleibt. Luke mag es hell und erwachsen.
Lukes Zimmer ist unter dem Dach und verfügt bereits über Schränke, die in die Schrägen eingebaut sind. Der neue Teppichboden soll laut Luke hell sein, am liebsten hellgrau.
Da die Schränke weiss sind und der Boden grau, wählten wir diese beiden Farben als Grundtöne für den Rest des Zimmers.

Möbelplaner und Deko

Als nächstes unterteilten wir das Zimmer in drei Bereiche: Schlafen, Chillen und Lernen. Das bringt Ordnung und gleichzeitig konnten wir ganz simpel erkennen, welche Möbel bleiben konnten und was wir dazukaufen müssen.

Luke hat eine Vorliebe für moderne, gradlinige Möbel. Damit sein Zimmer nicht steril sondern nur clean wirkt, haben wir es mit Details wie coolen, gerahmten Postern, mehreren Lampen und Sportequipment als Farbakzent, aufgelockert.
Luke weiß genau was er nicht will: "Bloß kein Fußballzimmer!"
Er spielt zwar Fußball wie ein junger Gott, aber seinen Zimmer soll man das nicht ansehen.

Frühjahrsputz im Kinderzimmer

Jetzt bietet es sich an, das Zimmer gründlich zu entrümpeln. Die Spielekiste fliegt als erstes raus, gefolgt von alten Spielsachen und zu klein gewordener Kleidung. Wir schaffen richtig Platz und sorgen für Ordnung.

Und dann geht es sehr schnell. Der Teppich wird verlegt, ein neues, weißes Bett aufgebaut, Bilder aufgehängt, das Bett mit neuer Bettwäsche bezogen, wir hängen ein Wakeboard an die Decke und stellen Luke´s Snowboard an eine Wand.
Als alles steht und wir den ersten Übernachtungsgast bei uns haben, komme ich ins Zimmer und bekomme große Augen, denn ich sehe Chipstüten unter dem Bett und Gläser auf dem Boden.
Alles klar, das Kind braucht SOFORT Ablageflächen! Also fahren wir am nächsten Tag zusammen in ein Möbelhaus in der Nähe, und besorgen zwei neue Couchtische.

Ich habe bei diesem Zimmer Makeover eine ganz große Erfahrung gemacht. Ich habe festgestellt, dass es Luke unglaublich gut getan hat und er die Aufmerksamkeit und meine Fragen sichtlich genossen hat.
Erstens ist er super stolz auf das coole, neue Zimmer, aber auch darauf, dass er so viel Mitspracherecht hatte und wir eine richtig schöne Zeit zusammen hatten.

Wir haben viel rumgealbert und hauptsächlich jeden Satz mit "woll" oder "halt ne" beendet, so wie man das in Wuppertal macht. Woll. Und heute morgen, als ich ihn zur Schule gefahren hab, habe ich den dicksten aller Küsse bisher bekommen.

Die Mama halt ne. Die hat´s drauf, woll.


*In Zusammenarbeit mit homify


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