Winter Soulfood: Oatmeal, Peanuts, Walnuts and Fruit

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Ein Morgen im Dezember.
Dunkel.
Kalt und nebelig.

Heute morgen war es besonders nebelig.
Eigentlich will man da nicht draussen sein. Schon gar nicht im Wald. Ich gehe trotzdem raus.
Denn so ein Morgen hat einen ganz besonderen Charme.

Wenn ich keine Lust habe, stelle ich mir einfach vor, dass ich einen Hund habe, der raus muss. 

Einen grossen Hund, der besonders lange draussen sein will. Also bringen mein imaginärer (manchmal auch der innere Schweine-) Hund und ich die Kinder zur Schule und biegen danach ab in den Wald.
An manchen Tagen klingelt morgens mein Wecker und ich denke: "Nein, heute gehst du nicht in den Wald." Und dann gehe ich doch. Nach einem Espresso sieht die Welt ganz anders aus. Und nach einem Spaziergang erst recht.


Ich habe es noch nie bereut, dass ich gegangen bin. Noch nie. Danach sieht man den Herbst mit ganz anderen Augen. Das Grau sieht in den kahlen Bäumen wunderschön aus. Der Nebel taucht alles in ein ganz weiches Licht. 
Kein Blatt ist mehr auf den Ästen. Die Atmosphäre ist gespenstisch. 

Ein Hauch Melancholie liegt in diesem Wetter. 

Man denkt sofort an Vampire, Edward und wie sie alle heissen. Die Luft ist feucht und meine Haare wären sofort im Eimer, hätte ich sie mir schon gemacht. Ich gehe eine gute Stunde und treffe meist auf niemanden. Höchstens ein Reh, das mich neugierig anschaut. Meine Strecke ist bergig und wenn ich wieder zu Hause ankomme bin ich richtig aus der Puste. Vor der Haustür wartet schon unsere Stiefkatze auf mich und miaut mich an. Sie legt sich zum Aufwärmen auf die Heizung, ich dusche lieber heiss. Bevor ich aber in die Dusche steige, bereite ich mein Frühstück vor. Warme Haferflocken mit Obst und Nüssen. Während ich dusche, kocht alles langsam vor sich hin. 


Haferflocken sind wahrlich nicht jedermanns Sache, aber meine Version schmeckt so gut, dass ihr sie unbedingt mal probieren solltet. Nach einem Spaziergang schmecken sie einfach wundervoll oder wenn man ausgekühlt ist. 

Feinstes Soulfood. 

Luke liebt eine heisse Schüssel Haferflocken nach dem Fussballtraining (die Fussballer trainieren ja bei Wind und Wetter). Lian isst Haferflocken als Dessert am Nachmittag. Und mein Mann möchte jedes Wochenende eine Schüssel zum Frühstück. 

Rezept für eine Person:

50 gr Haferflocken
Milch (wer mag nimmt Sojamilch Vanille) und Wasser zu gleichen Teilen, insgesamt ca. 400 ml
1 kleine Banane
1 kleine Khaki geschält und in Würfel geschnitten
1 kleiner Apfel geschält und gerieben
1 kleine Birne geschält und gerieben
Nach Geschmack: Zimt, Agavendicksaft 

Topping:
frische Erdnüsse
frische Walnüsse
1 TL Erdnussmuss



Die Haferflocken mit dem Obst in Milch und Wasser aufkochen und ca. 10 Min ziehen lassen. Mit frisch geknackten Nüssen bestreuen. Und jetzt kommt das was jeder zuerst isst: Erdnussmuss auf die heissen Haferflocken geben. 
Es zerfliesst. 
Und vertreibt jegliche Melancholie.
Himmlisch.

Guten Morgen Dezember!





3 Kommentare

  1. Guten Morgen Doro,
    das ist ja lustig, dass du deinen Hund ausführst! Wir haben hier in HH ja öfter so ein Wetter und ich stelle mir dann immer vor, ich reite mit Jamie und Claire durch die Highlands oder dass ich mit Jane Autens Heldinnen spazieren gehe. Dann ist das Wetter gleich VIEL romantischer!!! ;)
    Zusätzlich freue ich mich an meiner modernen hightech-Kleidung, die mich schön trocken hält... GLG Sandra

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  2. Ach, Porridge essen mein kleines Kind und ich im Winter auch immer gern! Hier unsere Lieblingsvariante: https://tomatenstulleblog.wordpress.com/2015/01/13/winterfruhstuck-teil-1/

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  3. Schöner Artikel meine liebe Doro.
    Es tut wirklich so gut gleich morgens als erstes raus in die Natur zu gehen - ob mit oder ohne Hund! ;-)
    Ah und den guten alten Haferbrei esse ich auch gern.

    Die Bilder sind sehr sehr schön!

    Fühl dich gedrückt.
    xx
    Josi (Tensia)

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