Impressions

Donnerstag, 7. November 2013


Das westliche Auge mögen solche Häuser vielleicht stören, aber ich finde sie haben sehr viel Charakter. 
Seht ihr das Licht im Fenster? 

Viele Menschen in Polen sind arm und haben oftmals mehrere Jobs um sich über Wasser zu halten. Das hab ich alles erlebt, manchmal gab es auch bei uns nichts, keinen Zucker, kein Obst, kein Fleisch. Aber egal wie arm man war, es wurde viel gelacht, die Familie hielt immer zusammen und irgendwie hat man sich zu helfen gewußt. 
Ich kann sagen daß meine Kindheit während dieser schweren Zeiten in Polen trotzdem glücklich war. Auch wenn die Häuser in denen wir wohnten grau waren, es manchmal nur eine Orange im Jahr gab und wir uns fast nur von Kartoffeln in allen verschiedenen Ausführungen ernährt haben. Aber dafür gab es immer Menschen mit denen wir durch dick und dünn gingen. 
Deshalb weiß ich mit 100% Gewissheit: Geld allein macht nicht glücklich. Für mich ist das kein kluger Spruch. Egal wieviel ich mir nun leisten kann, ohne meine 3 Jungs hätte all das Geld in der Welt keinen Wert. 
Aber so kann ich sagen daß ich eine wirklich reiche Frau bin ♡



3 Kommentare

  1. Das hast du schön gesagt! Und du hast so recht!! Ich bin auch nicht in Reichtum aufgewachsen, kann mir heute sehr vieles leisten und mir geht es wirklich sehr gut. Aber hätte ich meine Familie nicht (bei mir sind es Mann und Mädels), wie arm wäre auch ich, egal was auf dem Kontoauszug steht! Deswegen an alle, die der Karriere wegen auf diesen Reichtum verzichten: überlegt es euch nochmal! Es gibt tagtäglich so viele Glücksmomente, mir ist jeden Tag bewusst, welch grossen Schatz ich besitze und meine einzige Angst, die ich im Leben habe, ist, ihn zu verlieren. Bewahre dein Glück, liebe Doro!!
    Was ich auch sehr sehr sehr schätze, ist, in diesem Land hier leben zu können. Ich habe schon einiges erlebt, und auch richtig schlimmes (in Südamerika), Deutschland mag zwar in mancher Hinsicht sehr spiessig sein, aber es ist dennoch ein geiles Land!!
    Wann bist du denn nach Deutschland gekommen? Bist du hier zur Schule gegangen? Könntest du dir ein Leben in deiner Heimat irgendwann mal vorstellen? Erziehst du deine Kinder zweisprachlich (hoffentlich!)? LG

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  2. Hi!

    das Haus wo du sitzt ist aber sehr schön hergerichtet!
    In Wien findet man viele solch schäbige Häuser wie auf dem letzten Foto. Dahinter steckt nicht die Armut, sondern Immobilienhaie, wo Eigentümer Häuser bewusst verfallen, um die Bestandsmieter rauszuekeln um anschließend teure Wohnungen daraus zu machen. Da werden Postkästen aufgebrochen, Dachrinnen angebohrt, damit die Feuchtigkeit und Schimmel reinkommt, Fenster nicht instand gehalten, der Verputz bröckelt, Gerüste müssen aufgestellt werden, damit die Passanten nicht gefährdet werden von herabfallenden Teilen. Eine Handvoll Mieter, oft nur ein einsamer widerständiger harrt dann aus. Das sind oft nicht arme Menschen, sie wollen einfach nicht aus ihrer Wohnung vertriebenwerden.
    Daran musste ich denken bei dem Licht hinter dem einen Fenster und dem kaputten Mauerwerk auf dem zweiten Fenster und dem sehr chiquen Haus, vor dem du auf den ersten Fotos sitzt.

    Gratuliere zu deinem REICHTUM! :-)

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  3. Was für ein toller, nachdenklicher Beitrag. Und du hast mit allem so Recht!

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