Wollmantel Camel, schwarzer Rolli, roter Lippenstift

/Lippenstift*: MAC/

Wenn man seinen Kleiderschrank aussortiert hat und eine große Menge Kleidung entsorgt hat (sprich verkauft oder verschenkt hat), passiert erstmal eins: man trägt die noch übrig gebliebenen Klamotten viel öfter. 
Und so trug ich letzte Woche an 5 Tagen hintereinander den gleichen Wollmantel und an 4 Tagen die gleiche Jeans. 
Ich kombinierte beide Teile mit den noch vorhandenen Kleidungsstücken und hatte wirklich großen Spass dabei. Denn wenn man nicht mehr unendlich viel Kleidung besitzt, wird alles viel übersichtlicher. Ich stelle tatsächlich fest, dass mich zu viele Klamotten einfach überfordern. Welche blaue Jeans soll ich heute tragen? Mit welchem - der 20 - Pullover? Zum Glück sind diese Zeiten so last year!

Letztes Jahr habe ich den Winter verflucht, denn ich verbrachte viel Zeit in Unterwäsche und Bergen von Klamotten, die ich auf den Boden geworfen hatte (á la "dieser Rolli passt zu NICHTS! Zu Boden mit ihm!" ;) vor meinem Kleiderschrank. 
Also shoppte ich neue Sachen..., und neue Sachen... und wusste immer noch nicht richtig, was ich anziehen soll. Und wenn ich endlich fertig angezogen war, gefiel mir mein Outfit oftmals nicht, denn meist war es nur eine Notlösung.

Ich hasse es, mich in meinen Klamotten unwohl zu fühlen. Wie verkleidet, nicht ich selbst. 
Ich weiß, manche sind da vielleicht nicht so empfindlich, ich bin es aber sehr. Ja, wenn es um Kleidung geht, bin ich ein Sensibelchen. Mein Outfit soll gut sitzen und mir gefallen. Ob es anderen gefällt ist mir egal, aber MIR muss es gefallen.
Irgendwie crazy und ja es gibt WICHTIGERES auf dieser Welt - ihr wisst schon, Glutenunverträglichkeit und so -, aber so bin ich. Und ich kann mich da super reinsteigern ;)

Umso glücklicher bin ich jetzt (ich warte praktisch auf die erste Klamottenkrise ;)). Ich besitze nur Teile die ich liebe und so trage ich meine Klamotten ständig, wie den Wollmantel. 
Heute zeige ich euch anhand der Outfits der letzten Woche, wie man einen Wollmantel für verschiedene Anlässe kombinieren kann.
Mein Wollmantel ist bereits 2 Jahre alt und von Sandro Paris, einem Label, bei dem ich jederzeit wieder einen Wollmantel kaufen würde, auch wenn der Preis im oberen High Street Bereich liegt. So einen Mantel trägt man Jahre. Mein Mantel besteht zu 75% aus Schurwolle (75% sind für mich ein Minimum an natürlichen Fasern, da ich schnell friere), Sandro hat dieses Jahr einen ähnlichen Mantel in der Kollektion: er besteht zu 98% aus Wolle und 2% Baumwolle und ist ein echter Traum (bei Breuninger ist der Wollmantel übrigens bereits reduziert).
Beim Kauf habe ich darauf geachtet, dass der Mantel klassisch geschnitten ist und z.B. keinen Schalkragen oder ähnliche, modischen, Features hat.

Aber kommen wir zum Styling!

Wollmantel in Camel mit Oversize-Kaschmir-Rollkragenpullover, Skinny-Jeans und Sock-Boots


Wollmantel in Camel mit Oversize-Kaschmir-Rollkragenpullover, Skinny-Jeans und Sock-Boots



Outfit*: Mantel (ähnlicher): HIER und HIER oder HIER, Kaschmir-Pullover: HIER, Jeans: HIER, Sock-Boots: HIER

Anlass: Büro, Coffee Date

Notiz: Oh ich liebe diesen Rolli! Er hat die gleiche Farbe wie der Mantel und ist sehr oversize. Zu so einem weiten Pullover gehört ein schmaler Schuh und die Sock-Boots von Mango sind echte Beinschmeichler und machen einen schönen Fuß. Ich trage sie ständig, da sie auch sehr bequem sind.


Wollmantel in Camel, schwarzer Basic Pullover, Skinny Jeans und geschnürte Ankleboots



Wollmantel in Camel, schwarzer Basic Pullover, Skinny Jeans und geschnürte Ankleboots


Outfit*: Mantel (ähnlicher): HIER und HIER oder HIER, Pullover (ähnlicher): HIER und HIER Jeans: HIER, Geschnürte Ankleboots: HIER

Anlass: Besorgungen machen

Notiz: Wenn die Boots etwas derber und breiter sind, trage ich keine weiten Oberteile, sondern halte mit einem schmalen und/ oder kurzen Pullover die Silhouette in Balance. Ein schmaler Rolli würde mir auch gut zu den Boots gefallen. Ich habe euch neben einem Basic-Rundhalspullover ebenfalls einen Pullover mit einem etwas moderneren Schnitt verlinkt (ich liebe die Ballonärmel!).

Wollmantel in Camel, Business-Bluse, Skinny Jeans und Sock-Boots



Wollmantel in Camel, Business-Bluse, Skinny Jeans und Sock-Boots

Outfit*: Mantel (ähnlicher): HIER und HIER oder HIER / Bluse (ähnliche): HIER und HIER/ Jeans: HIER / Sockboots: HIER und HIER

Anlass: Business, Home Office ;)

Notiz: Ich liebe Hemden! Ich ziehe sie oft im Home Office an, weil es mir einfach ein gutes Gefühl gibt. Wenn ich Telefonkonferenzen mit Agenturen habe, dann habe ich meistens eine an, weil ich mich so einfach besser verkaufen kann (haha, probiert es aus, es stimmt!). Dazu trage ich Sock-Stiefeletten  von Zara, die ich allerdings nicht 100% empfehlen kann, weil der Strechstoff rutscht und Falten wirft. Meine Sock-Boots von Mango (siehe Outfit 1) sind dagegen TOP, allerdings haben sie einen höheren und schmalen Absatz. Für dieses Outfit habe ich euch eine Alternative von Mango mit einem breiteren Absatz verlinkt.

Wollmantel in Camel, roter Pullover, Skinny Jeans und geraffte Stiefel 


Wollmantel in Camel, roter Pullover, Skinny Jeans und geraffte Stiefel

Outfit*: Mantel (ähnlicher): HIER und HIER oder HIER / Pullover (ähnlicher): HIER Bluse/ Jeans: HIER / Stiefeletten (ähnliche) HIER und HIER

Anlass: wenn du dich super cool fühlen willst ;)

Notiz: Camel und Rot = LIEBE. Diese Farben passen einfach super zusammen und das gerade, wenn es draußen trist und grau ist. Mein Pullover ist 4 Jahre alt, aber ich habe bei Hallhuber einen Klon gefunden und verlinkt. Meine Stiefel von Isabel Marant geben dem Outfit die Würze, ich habe euch eine Alternative von Asos verlinkt. Aus Leder! Und reduziert ;)


Wollmantel in Camel, Sweatshirt, Yogaleggings und Turnschuhe



Wollmantel in Camel, Sweatshirt, Yogaleggings und Turnschuhe

Outfit*: Mantel (ähnlicher): HIER und HIER oder HIER / Sweatshirt: HIER / Leggings: HIER oder auch schön HIER, Turnschuhe: HIER

Anlass: zum Sport, Besorgungen erledigen

Notiz: Das Sweatshirt klaue leihe ich mir von Luke aus, ich trage hier also ein Herrensweatshirt (in Größe L). Am liebsten trage ich Sportleggings von H&M oder Stella McCartney, habe aber neulich das Label Hey Honey entdeckt und verlinkt. So schöne Sachen! So angezogen fahre ich zum Barre Workout oder gehe zum Yoga,  aber auch Einkaufen. Der Mantel wertet das sportliche Outfit phantastisch auf. Sportlich und doch stylish, love it.

Ihr seht, der Mantel wird getragen!

Da so viele immer nach meinen Lippenstiften fragen, ich habe sie euch beide in der Sidebar verlinkt.

Habt eine schöne Woche meine Schönen!

*Einige der Links sind Affiliatelinks.
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Fitness Inspiration mit Krombacher Alkoholfrei / Nowshine ü 40 fashion, lifestyle & fitness


#Werbung Viele reden davon, etwas in ihrem Leben ändern zu wollen, sei es ein neuer Job, ein Umzug oder ganz banal ein gesünderer Lifestyle: mehr Sport, weniger Couch.
Meistens redet man öfter über seine Ziele und Vorhaben, als dass man tatsächlich handelt. So bleibt es beim Reden, die Zeit vergeht, wir vergessen, dass wir eine Veränderung wollten. Eigentlich ist das, was wir haben, ja gar nicht sooooo schlimm.

Dann ist plötzlich wieder Neujahr (noch 3 Wochen Ladies!) und uns fallen all die guten Vorsätze ein, die wir nicht umgesetzt haben. Wir wollten doch etwas ändern! Wir hatten Pläne, über die wir mit unseren Freunden geredet (ha!) haben. Wir haben die Pläne sogar aufgeschrieben... und letztendlich irgendwann vergessen.

Ich glaube es ist einfacher, einen Schritt nach dem anderen in die richtige Richtung zu gehen, wenn man sich regelmäßig inspirieren lässt. Jeder von uns braucht schon mal eine gute Portion Anregung oder den nötigen Anstupser.

Auch starke Frauen wie wir brauchen frischen Wind in unseren Köpfen, denn auch wir drehen uns schon mal gedanklich im Kreis. Der frische Wind kommt meist von Menschen, die uns nahe stehen, aber es ist ebenfalls sehr anregend, sich von Fremden inspirieren zu lassen.

Fitness Inspiration mit Krombacher Alkoholfrei / Nowshine ü 40 fashion, lifestyle & fitness
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Ich freue mich sehr, heute ein großartiges Interview mit Cornelia Dingendorf, der Gründerin und Inhaberin von Youpila (dem Barre Workout Studio, welches ich in Düsseldorf besuche) zu veröffentlichen.

Conni ist wie die Leserinnen von Nowshine: selbstsicher, mutig und leidenschaftlich. Sie ist eine von uns! Sie lebt ihren Traum und inspiriert damit andere. Mich inspiriert sie, jedes Barre Training härter als das vorherige zu machen und somit mein Ziel nicht aus den Augen zu verlieren: mit 43 Jahren den besten Body aller Zeiten zu haben! Conni ist außerdem eine erfolgreiche Unternehmerin, dabei so freundlich, positiv und dankbar, wie kaum jemand, den ich kenne,

Nach meinem letzten Private Training haben Conni und ich unser Post-Workout Krombacher Pils Alkoholfrei genossen und ich fragte sie ein bisschen für euch aus, wer liebt es nicht, sich mit Menschen zu umgeben, die begeistern und positive Vibes verteilen. Menschen, die lächeln, wenn es regnet! Conni ist so ein Mensch.

Ein Beispiel: nach der Geburt ihres Sohnes suchte sie die richtige Sportlocation für sich und hat (zum Glück!) nichts Passendes gefunden, das gab ihr den großartigen Impuls, Youpila zu gründen. 
Stellt euch das mal vor! Sie gründete erst ein Studio, dann zwei, momentan gibt es 3 Studios in Düsseldorf, ein weiteres hat letzte Woche in Hamburg eröffnet.
So kündigte sie ihren Job in Werbung & Marketing nach 16 Jahren, machte sich selbständig und ging ihrer Leidenschaft nach, dem Sport.
Wie wunderbar, diese Frau redet nicht nur über ihre Träume, sie macht sie wahr!

Be the girl who decided to go for it


Eine mutige Frau, die ihrer inneren Stimme folgt, eine Inspiration.
Meet Conni!

Fitness Inspiration mit Krombacher Alkoholfrei / Nowshine ü 40 fashion, lifestyle & fitness
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Gab es in den letzten Jahren einen entscheidenden Wandel in deinem Leben? Etwas, das dir neue Impulse gegeben hat?

Es gab und gibt immer Momente im Leben, die den Weg und dich selber prägen. Durch Veränderung entsteht Neues, das ist großartig. Auch wenn man zu Beginn denkt oh je, das und das kann passieren, Unsicherheit, andere Meinungen, etc. Das hat mich aber selten davon abgebracht, meinem Bauchgefühl zu folgen und eben den Weg zu gehen, der sich da gerade auftat. Das super Ereignis war die Geburt meines Sohnes Charly in 2014, ganz natürlich im Geburtshaus. Das hat mir einmal mehr gezeigt, wozu Frauen in der Lage sind, wenn man es wagt, über sich hinauszuwachsen! Ich bin eh von Natur aus ein leidenschaftlicher und mutiger Mensch, aber diese Erfahrung hat mir noch bewusster gemacht, wie sehr man auf seine innere Stimme hören sollte. Man sollte lernen, diese Intuition in sich selbst spüren und ihr auch nachgeben.Viel häufiger sollte man das tun und so ist auch Youpila entstanden. Ich bin dankbar, dass ich den Schritt gegangen bin und dass meine Ideen und mein Spirit so gut ankommen!

Du gibst manchmal mehrere Barre-Kurse täglich und bist sehr fit. Machst du in deiner Freizeit noch andere Workouts oder Trainings?

Zu Beginn von Youpila habe ich alle Trainings selber gegeben, komplett durchgezogen, bis zum Ende selber mitgemacht und bin in jede Challenge Zone gegangen. Es war so gut! Es kamen mehr Kunden und es wurden mehr Trainings, die erste und zweite Trainerin kam hinzu. Heute gebe ich immer noch viele Kurse, weil ich es liebe und der Bedarf einfach da ist, aber ich bin auch sehr viel im Hintergrund tätig. Logisch: Brand Building, Marketing, Kommunikation, alles aus meinem Kopf. Aber ich habe einen eigenen Personal Trainer der mich 1x die Woche trainiert, das tut nicht nur meinem Körper gut, sondern auch meinem Geist. Fokus ist wichtig!

Bist du eitel?
Es geht. Klar, schminke ich mich gerne, ich habe immer lackierte Fingernägel, gehe zur Kosmetikerin..., aber das hat für mich nichts mit Eitelkeit zu tun. Das gehört zur Pflege des Körpers. Im Übrigen auch total wichtig, wenn man eng mit Menschen arbeitet... und nicht nur dann... haha!
Natürlich mache ich auch mal ein Selfie, aber das sollte man nicht überbewerten. Solange es keine narzisstischen Züge annimmt, ist alles ok!

Achtest du auf deine Ernährung, befolgst du eine besondere Ernährungsform, lässt du bestimmte Nahrungsmittel weg?
Ich lebe seit Jahren vegetarisch, mein Mann ebenfalls. Wir achten auf eine ausgewogene, gesunde Ernährung. Ich esse gerne und mir ist die Uhrzeit, wann ich esse, auch egal. Wenn ich Hunger habe, esse ich, wenn ich satt bin, eben nicht. Ich liebe Thailändisch, Sushi und auch die Pasta beim Italiener. Smoothies finde ich toll. Wasser sollte ich mehr trinken. Und auch den einen oder anderen iostonischen Durstlöscher. Wie z.B. das Krombacher Pils Alkoholfrei, welches wir nach der letzten Trainingseinheit zusammen genossen haben.

Wie schaffst du es, dich täglich zum Sport aufzuraffen, was ist deine persönliche Motivation, deine Inspiration, damit du die Lust an Fitness nicht verlierst?
Das kommt alles ganz automatisch. Ich mag Bewegung und Sport und alles, was damit zu tun hat. Ich habe schon früh Leichtathletik gemacht, wurde gefördert, habe viele Wettkämpfe absolviert, habe Judo gemacht und Basketball gespielt, war immer joggen, ich tanze gerne... und kam dann Anfang 20 zu Pilates. Gleichzeitig habe ich 15 Jahre in der Werbung gearbeitet. Die Kombination dieser/ meiner Welten - die der Werbung/ Marketings und die des Sports - sind einfach für mich mein Traumjob!

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Ein großes DANKE! an Krombacher Alkoholfrei und Conni for making this happen!
Und mit "this", meine ich nicht nur das Interview. Ich meine auch, den nötigen Anstupser bekommen zu haben, meinen Hintern von der (so bequemen) Yoga-Matte zu heben und einen Sport zu machen, der meine Kondition an ihre absolute Grenze und meinen Body in shape bringt.
Und mich meinem Ziel näher!



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Yoga und Abnehmen


Abnehmen? Oha.
Mein erster Gedanke: oh Mann, wie soll ich dieses heiße Thema überhaupt anpacken?

Alle Frauen, die ich kenne, reden irgendwann über ihre Figur. Entweder sind sie stolz, dass sie abgenommen haben oder sie wollen abnehmen. Oder sie machen gerade eine Diät.
Manche treiben viel Sport, andere ändern ihre Essgewohnheiten und einige sind unzufrieden mit ihrer Figur. Aber irgendwas ist immer.
Nur redet man als Blogger nicht über Diäten oder Abnehmen. Also zumindest nicht auf den Blogs, die ich so kenne. Denn als Blogger hat man das Leben voll drauf und man würde nie... sag es nicht, sag es nicht.... abnehmen wollen. 
Man hat eh keine Waage und man weiß auch nicht, wie viel man wiegt und beschäftigt sich auch niemals mit diesem Thema. Nun ja, schön für diese Blogger und das meine ich 100% ehrlich. Nur bin ich ganz anders. Und das hat nichts mit Struggle und Schwäche zu tun, ich bin nur anders.

Zeitungen und Artikel im Internet sagen (übrigens direkt neben den 10 ultimativen Diät-Tipps für die Weihnachtszeit), wenn man Abnehmen will, zeugt das nur von Selbsthass und Minderwertigkeitskomplexen und sowas empfindet man nicht (und schon gar nicht im Internet).

Die Verfasser dieser Artikel haben stattdessen sofort alle Argumentationen, die gegen das Abnehmen, Diäten, Detoxen und allerlei dergleichen sprechen, parat: sich selber lieben und annehmen. Menschen werden nicht wegen ihrem Gewicht oder Aussehen, sondern wegen den inneren Werten, ihrer Güte, ihren Vibes und ihrem Charakter gemocht. Die Figur hat damit nichts zu tun.
Innere Schönheit, nur die zählt. 


Ü40 Lifestyle Bloggerin möchte Abnehmen


Ich blogge über mein Leben, das ist meine Story. Und Abnehmen gehört jetzt auch zu meinem Leben. Also was mache ich nur? Was raus muss, muss raus ;). Ich entscheide, dass es mir egal ist, was andere Leute über das Abnehmen denken und schreibe drauf los.

Letzte Woche habe ich (endlich!) vor mir selber zugegeben (du erinnerst dich, es passierte beim Yoga), dass ich mich unwohl fühle mit meiner Figur. Ich habe immer noch drei zwei Kilo mehr drauf als vor drei Jahren, als ich mein absolutes Wohlfühlgewicht hatte.
Ich fühle mich schwer, meine Klamotten sitzen anders, aber ich habe fast drei Jahre lang gegen das schwere Gefühl angekämpft. Und mir die innere Schönheit/ Charakter/ gute Vibes Gedanken aufgezwungen. Akzeptiere dich so, wie du bist! Liebe dich so, wie du bist!

Nach solchen Affirmationen fühlte ich mich kurz super gut und total selbstbewusst und in schönster Einigkeit mit meinem höheren Ich (haha, wow, habe ich "höheres Ich" geschrieben?), bis ich die leise doofe Stimme hörte, die da sagte:

"Pfff, hahaha, aber das stimmt doch gar nicht! Du fühlst dich weder wohl, noch gut. Du fühlst dich fett. Hör endlich auf, so zu tun, als ob!"

Die Stimme hat recht. Es ist wahr. Ich fühle mich (seit ca. drei Jahren!) unwohl. Ich gehe sogar ungern in Restaurants, aus Angst, noch mehr zuzunehmen. Ich meckere. Und fühle mich so unfrei. Und das ist nicht gut! Die zwei (jaaaaa ist ja gut, es sind drei, ja drei) Kilo kleben an mir wie Sch...e unter dem Schuh.

Aber eine Diät?

Diäten sind doof und machen doof. Und dick.


Ich lehne Diäten ab und verbinde sie mit "Hunger die ganze Zeit".
Ich will lieber das essen, worauf ich Lust habe. Ich glaube, es kommt nicht darauf an, was man isst, sondern dass man genießen soll, bis man satt ist.
Ich began mehr Sport zu machen (Barre Workout) und hörte auf mein Hungergefühl.
Damit konnte ich wunderbar mein Gewicht halten (Restaurantbesuche inklusive), aber ich nahm nicht ab. Wenn ich abnehmen wollte wieder meine Balance finden wollte, musste also mehr passieren.

Ich dachte nach und nach und nach und dann fiel mir ein Kochbuch ein, welches irgendwo in den Tiefen meiner Bücherschränke lag. Es ist so alt, dass ich nicht mehr weiß, woher ich es habe. Ich kann mich aber erinnern, dass ich nach der Geburt von Lian, viel danach gekocht habe. Es ist ein altes Weight Watchers Buch mit einem 4-Wochen Plan zum Abnehmen. Lauter Rezepte, aus denen man sich das Richtige für sich selber aussuchen kann..
Und was soll ich sagen, es ist gut. Ich koche seit 10 Tagen danach und fühle mich immer besser. Mein Mann macht mit, wir schnibbeln Gemüse für leichte Currys, Obst für Quarks und kochen wärmende Suppen. Wenn uns danach ist, genießen wir ein Glas Wein, Schokolade oder Plätzchen. Es macht richtig Spaß! Unser Abnehmen verlief bisher sehr gut und ich hoffe, dass es so bleibt.

Aber nochmal zum Thema "Warum will sie denn Abnehmen? Was ist mit den inneren Werten?":
Ich möchte nicht perfekt sein und dem schlanken Körperbild, welches bei uns im Westen vorherrscht entsprechen, nein, ich möchte mir wieder etwas Guten tun. Ich weiß, dass ich mich in den letzten Jahren nicht gut um meinen Körper gekümmert habe, die drei Kilo sind ein feines Zeichen dafür.

Ganz bestimmt möchte ich nicht "3 Kilo abnehmen", als guten Vorsatz ins Jahr 2018 mit rüber nehmen. Die 3 Kilo werde ich in 2017 lassen und mir für 2018 etwas Cooleres vornehmen. Haha, wie z.B. mich so zu akzeptieren, wie ich bin.
Nein, nicht mit 3 kg mehr, sondern als die Frau, die gerne in ihre Lieblingsjeans passt. Als Bloggerin, die übers Abnehmen schreibt (ach, was soll´s haha).

Vielleicht hat mein Wunsch nach 2-3 kg weniger etwas mit Minderwertigkeit zu tun. Ist es vielleicht sogar ein Selbsthass Modus?
Vielleicht auch nicht. Vielleicht hat Abnehmen mit Selbstliebe zu tun.

Spoiler Alert, Doro wird persönlich!/ Diese vorherrschende Meinung ist so lahm, echt/ Zunehmen ok - akzeptiere dich wie du bist/ Abnehmen ui, Minderwertigkeit und ganz klar Selbsthass/ Bald rasiert sie sich den Schädel wie Britney damals!

Denn die drei (es sind jetzt nur noch 1,5) Kilo mehr, kamen nicht aus Freude, sondern durch Stress und Frust.
Ich habe mich vor meinen Gefühlen und Unsicherheiten versteckt, ich habe einen Teil meiner Selbst abgelehnt und Erfüllung im... Essen gesucht. Essen als Trost. Aber aus guten Gründen! Ja, da guckst du.

Gut, dass jetzt heute ist. Heute fühle ich mich wieder mehr in Frieden mit meinen Empfindungen und möchte mir nach 3 tröstlichen Jahren voller Leckereien nun endlich etwas wirklich Gutes tun (bwahahaha, ich bin unersättlich!).
Ich finde Erfüllung im Schreiben, ich liebe mein Barre Workout, ich bin eine Läuferin und ein Yoga Girl. Ich koche, weil es mir Spaß macht und momentan genieße ich jedes Gericht aus dem ollen Buch (es ist so ein gutes, olles Buch!). Ich genieße, bis ich satt bin. Und nehme ab, yaaay.

So und jetzt genug übers Abnehmen geschrieben, ihr wisst dass ich ein cooles Mädchen bin und die reden nicht über ihre Kilos. Und schon gar nicht, wenn sie cool sind UND bloggen!

Das Buch bekommt ihr HIER, obwohl es so oll ist, kann man es immer noch kaufen!
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Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots


Meine Capsule Wardrobe Mission wird immer klarer und einfacher.
Für euch zur Erinnerung: ich sortiere meinen Kleiderschrank neu und gehe damit ein weit verbreitetes und alt bekanntes Problem an.
Das Gefühl, einen vollen Kleiderschrank und nichts zum Anziehen zu haben, soll für mich der Vergangenheit angehören. 
Ich möchte (hauptsächlich - kein Druck!) Teile besitzen, die sich untereinander gut kombinieren lassen und die ich - super wichtig - liebe. Keine Fehlkäufe mehr, keine Garderobe die zu einem Fantasie-Leben passt (die letzten Jahre habe ich mich selber sehr erfolgreich davon überzeugt, eine nur High Heels tragende Femme Fatale zu sein, die eine Haushälterin/ Nanny hat, welche sich um die Kinder kümmert, kocht, bügelt und einkaufen geht/ habe versucht, meinen Mann/ die Katze zu Mrs. Doubtfire zu machen, es hat - aus mir nicht bekannten Gründen, jeder liebt doch Mrs. Doubtfire -nicht geklappt), aber nicht zu meinem eigenen.
Was soll ich mit 20 Paar High Heels, wenn ich hauptsächlich in Turnschuhen unterwegs bin, weil mein Lifestyle keine High Heels erfordert. Zumindest nicht täglich (weil High Heels for life).

Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots


Die Idee der Capsule Wardrobe gibt es bereits seit den ´70 er Jahren und vor einigen Jahren erreichte sie sogar die Fashion Welt. Es gibt Blogs, die über eine Capsule Wardrobe berichten (hehe, better late than never) und Bücher mit einer Capsule Wardrobe Anleitung (z.B. dieses HIER).

Ich wollte die Idee ohne die Hilfe anderer (sprich Bücher) umsetzen und mir bewusst eigene Gedanken zu diesem Thema machen. Mich mit meiner Kleidung für längere Zeit beschäftigen, denn schließlich habe ich all die Jahre vorher eher Fast-Fashion betrieben. Zu viel gekauft, zu viel besessen und eher nie selten darüber nachgedacht. 

Capsule Wardrobe Schritt 1: Kleiderschrank aussortieren


Mein Capsule Wardrobe Projekt begann diesen Herbst. Ich räumte meinen Kleiderschrank von Sommer auf Winter um und ordnete die Herbst/ Winter Kleidung bei dieser Gelegenheit drei Kategorien zu:

1. Teile, die ich nicht mehr mochte oder nicht mehr tragen wollte
2. Teile, bei denen ich mir unsicher war (die ich zwar mochte, aber nicht wusste, wozu ich sie tragen sollte).
3.Teile die ich 100% liebte 

Dabei überlegte ich ganz genau, welche Kleidung gut zu meinem Leben passt. Ein ganz wichtiger Schritt beim Aufbau, einer Capsule Wardrobe. Wie gesagt, ich brauche weder 20 Paar High Heels, noch unzählige Pencil Skirts oder Seidenblusen. Was ich brauche sind hauptsächlich Sweatshirts, Pullover, bequeme Hosen... alles was ich gut im Home Office tragen kann, worin ich eben schnell zum Supermarkt laufen kann, worin ich ohne weiteres kochen kann (ich unterbreche meine Arbeit täglich, um Mittags zu kochen/ so gerne ich Seidenblusen trage, ein Sweatshirt macht sich am Herd besser), Wäsche machen kann, Aufräumen kann usw.
Ich war entsetzt, wie groß der Berg an aussortierten Klamotten wurde. Habe ich denn bisher nie beim Shoppen nachgedacht?
Ich trennte mich gnadenlos von Kleidung, von der ich wusste, dass ich sie diesen Winter höchstens 1-2 Mal anziehen würde. Goodbye my (almost) Friends.

Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots
Wollmantel-Camel-Pullover-Strenesse-Sockboots


Alles, was ich liebte, hängte ich gut sichtbar auf eine Kleiderstange. 
Alles, was ich aussortiert hatte, wurde verkauft oder verschenkt.
Die dritte Kategorie - die Teile, bei denen ich mir unsicher war - bekam ein eigenes Fach in meinem Kleiderschrank. Sollte ich Teile daraus in den nächsten Monaten anziehen: gut. Wenn nicht, kommen sie am Ende des Winters ebenfalls weg. 

Capsule Wardrobe Schritt 2: stelle eigene Outfits zusammen und mache Fotos davon


Die Teile auf meiner Kleiderstange kombiniere ich untereinander und es klappt ganz gut. Manchmal bin ich erschrocken, wie wenig Kleidung meine Capsule Wardrobe beinhaltet und ich gerade trage und brauche (+- 40 Kleidungsstücke, inkl. Jacken und Schuhe und hallo, wir haben Winter!).
Wenn ich Zeit finde, kombiniere ich ganze Outfits und mache Fotos davon, die ich dann in meinem Handy in einem Capsule-Wardrobe-Outfit-Ordner abspeichere.
Sollte ich mal irgendwann keine Idee für ein Outfit haben, greife ich auf mein Handy zurück und schaue mir meine eigenen Capsule Outfits an. Klingt irgendwie seltsam, macht aber Sinn. Ich habe sozusagen mein eigenes, privates Instagram erstellt, mit meinen eigenen Ideen.

Und Kleidung, die ich nicht erst kaufen muss. Natürlich ist Instagram oder Pinterest super, um sich inspirieren zu lassen. Aber hier geht es um deinen Stil und Lifestyle. Abgucken ist leicht, selber machen führt jedoch erst zum Erfolg (und macht viel glücklicher!). 

Capsule Wardrobe Schritt 3: überlege genau, was du kaufen möchtest


Dieses "Verkleidungsspiel" habe ich schon zwei Mal gemacht und dabei überlegt, welche Kleidungsstücke meine vorhandenen Capsule Kleider gut ergänzen könnten. Zum Beispiel fiel mir auf, dass ich keinen schwarzen Pullover habe, nur einen Basic Rollkragen. 
Ein schwarze Pullover passt sehr gut zu meinem klassischen Wollmantel im Camel (einem Mantel, der für mich ein MUSS in meiner Capsule Wardrobe ist, damit ist man sofort "angezogen", auch mit einer Yogapants drunter), ich mag diese Farbkombi sehr. Natürlich passt so ein Pullover zu allen meinen Jacken und Mänteln, aber ich habe ihn ganz bewusst für unter den Wollmantel gekauft. Ich wollte da drunter keinen engen Rolli tragen, ich wollte einen lässigen Pullover, der "etwas hermacht".
Bei meinem ersten Besuch im Strenesse Store in Düsseldorf (dazu gibt es HIER den ersten Capsule Wardrobe Post), habe ich so einen Pullover bereits anprobiert, mich dann aber für einen anderen entschieden. Er fiel mir bei meinem Capsule Wardrobe Verkleidungsspiel wieder ein und ich überlegte, ob er meine Kleidungsstücke gut ergänzen könnte. Passt er zu meinen Hosen? Jacken? Wie viele Outfits könnte ich auf Anhieb zusammenstellen?
Ähm, viele.

Der Pullover gehört nun mir und oh macht es Spaß, Outfits zusammen zu stellen! Der Wollmantel kommt jetzt noch öfter zum Einsatz: mit blauer Jeans, mit grauer Jeans, mit Yogaleggings, mit Stiefeletten, mit Turnschuhen.
Pullover und Wollmantel verstehen sich sehr gut und ich bin begeistert, wie selten der DHL Mann seit meinem Capsule Wardrobe Projekt zu uns kommt (der kam immer, wenn ich ungeschminkt und im Jogger das Haus geputzt habe wenn ich gerade in High Heels und Pencil Skirt die Betten der Kinder gemacht habe!).


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Fitness: Yoga und die peinlichen Nebenwirkungen


Letzten Sonntag beim Yoga. Ich stehe am Anfang meiner Matte, habe die Augen geschlossen und die Hände im Namaste vor meiner Brust.
Und fühle mich super unwohl in meiner Haut. Aufgedunsen, als würde ich 5 Kilo mehr wiegen als sonst. Das Frauending, ihr wisst schon, Hormone. Wieso kann ich nicht einfach immer elfenhaft zart, wie die Instagram Yoga Community, sein? Heute fühle ich mich wie ein Elefant. Ich bin schlecht gelaunt.
Sauer, nur auf wen?
Meinen Körper? Irgendwie schon. Und mich. Weil ich mich schlecht fühle. Und dazu habe ich ja wirklich keinen echten Grund. Aber alles ist bleh, ich habe überhaupt keinen Bock auf Yoga und hasse meine Matte, weil sie kalt ist. Das blöde Ding lag die ganze Nacht im Auto.

Während meine Füße immer kälter werden, erzählt Frank, unser Yogalehrer, eine Geschichte. In der Stunde davor, übte die Klasse den Baum. Eine der Teilnehmerinnen hatte schwer mit der Balance zu kämpfen und fiel immer wieder aus der Asana raus. Es regte sie so auf, dass sie die folgenden drei Sätze laut sagte:

"Wieso kann ich das nicht?"
"Es macht mich total wütend, dass ich das nicht kann!" Dabei stampfte sie mit dem Fuß auf.
"Ich glaube, irgendwas stimmt nicht mit mir!"
Frank lachte ein heiseres Lachen. "So, meine Lieben, machen wir uns alle jeden Tag selber fertig. Wir erzählen uns glaubhaft, dass wir irgendwie falsch sind. Anstatt uns zu erlauben, so zu sein, wie wir wirklich sind."

Bääms, der meint mich und die 5 kg Hormone. Meine schlechten Vibes sind eben überall.

Ich fühle mich erwischt, so als hätte er mich völlig durchschaut.
Gleichzeitig bin ich überrascht und will sofort über seine Worte nachdenken. Auch wenn man beim Yoga nicht denken soll. Pfff, ich pfeife drauf, wie kann ich NICHT darüber nachdenken?

Also Moment mal, meint er etwa, ich darf mich schlecht fühlen? Auch, wenn ich mich nicht schlecht fühlen sollte, denn naja, bla bla, ich habe ja keinen Grund, außer etwas Eitelkeit und Hormonen, die sich irgendwann wieder einkriegen. Ich meine, ich bin doch hohl und total oberflächlich, wenn ich mich deswegen schlecht fühle! Es gibt so viel Wichtigeres auf der Welt! Wie Gluten-Unverträglichkeit!

Was stimmt nicht mit mir? Oh, ich bin die Frau, die den Baum nicht kann. Hat die das nicht sogar laut ausgesprochen?

Schon viele Yogalehrer haben zu uns "alles in dir darf jetzt da sein" gesagt, aber ich habe es in dieser Stunde erst kapiert. Mir ist nämlich gar nicht klar, dass ich es mir nicht erlaube, so zu sein, wie ich bin. Also irgendwie. Ich finde mich toll, ich bin das Licht (nowshine hehe) und habe gute Vibes und dann liebe ich mich ja soooooo!
Aber manchmal bin ich eine oberflächliche, blöde Kuh Doro, die sich einen Sonntag morgen selber mies macht, weil sie zugenommen haben könnte (ok, jetzt habe ich es gesagt, ich hasse das Gefühl von zu viel Kilos auf meiner Hüfte) und genau diese Doro mag ich nicht. Ich mag nur die Superdoro (ja, ja, superdoofo). 
Auch wenn ich es soooooo sehr will (und ich will es sehr sehr), ich bin nicht nur immer meine Heldin, ich bin auch mal mein Loser.
Und Loser-Doro fühlt sich heute fett. Auch wenn es total unwichtig ist, wie viel man wiegt (bla bla bla).
Jedes Mal, wenn das Gefühl mich überkommt, schimpfe ich im Kopf mit mir selber: hast du nichts Besseres zu tun, als dich um dein Gewicht zu kümmern?/ meine Güte bist du wirklich so eitel?/ es gibt echte Probleme auf der Welt und du jammerst wegen deinem Gewicht? Oh bitte, get a life!

Kurz gesagt: ich akzeptiere nicht nur mein Gewicht nicht, es ist viel schlimmer: ich erlaube mir nicht, mich deswegen schlecht zu fühlen. Ich denke, dass ich falsch bin, dass etwas mit mir nicht stimmt. Und schon mache ich mich selber fertig.

Das alles dachte ich, während ich am Anfang meiner Matte, die Hände in Namaste, auf den Beginn der Stunde wartete. Und als ich fertig gedacht habe, und mir selber erlaubte mich wie ein Loser zu fühlen, fiel das Gefühl (wie 5 kg Ballast hehe) von mir ab. Es war, als ob Frank mich mit seinen Worten entschlackt auf das nächste Level gebracht hätte. Wie bei Mario Kart.

Zum wahrscheinlich ersten Mal erlaubte ich mir, mich wegen Äußerlichkeiten und Banalitäten schlecht zu fühlen. Also fühlte ich mich schlecht. Schlecht, schlecht, schlecht. Du fühlst dich heute aufgedunsen, also fühl dich ruhig schlecht. Du bist eine Frau und du darfst das, denn Frauen fühlen nun mal so. Auch wenn es oftmals von Männern oder den Medien belächelt wird. 

Du darfst dich deswegen total mies fühlen. Alles stimmt mit dir, das bist du und das ist dein Gefühl und das darf jetzt da sein. Lass dir jetzt ein Om tätowieren!

Und schwups, war das Gefühl weg. Und als es weg war, musste ich natürlich heulen. Heimlich, klar. Hehe, noch bin ich noch nicht auf dem Level, wo ich vor der gesamten Yogaklasse in Tränen der Dankbarkeit ausbreche ;) (ich hoffe, dass ich das Level NIE erreichen werde). Ich wischte mir schnell ein, zwei kleine Tränen der Erleichterung aus den Augenwinkeln. Und atmete ganz tief ein, ohne ein schweres Gefühl auf der Brust.

Und öffnete vorsichtig ein Auge, um zu sehen, ob Frank wusste, dass er meine Bomben entschärft hatte. Ich hätte ihm zugetraut, dass er mich stolz und grinsend anschaute, aber er kümmerte sich nicht um mich. Dabei hatte er gerade ein bisschen mein Leben verändert!

Und das, meine Lieben, ist auch Yoga. Die Frau, die den Baum nicht kann, wird sich vielleicht irgendwann erlauben, viel zu wackeln und auch umzufallen. Vielleicht auch nicht. Aber ich habe mir letzten Sonntag erlaubt, mich wegen Nichts wie ein Loser zu fühlen. Das war so geil!

Manchmal darf eben alles sein. Auch wenn man für Kleinigkeiten dankbar sein sollte und sich nur wenig beschweren sollte und nur gute Vibes verbreiten darf und all das.

Aber jedes Kind weiß: ohne die dunkle Seite der Macht, gäbe es keine Jedi ;) 

(... oh ich freue mich ja so auf den neuen Star Wars Film! Ihr wisst, warum meine Kinder Luke und Lian Anakin heißen, oder?)

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