Yoga for Life, oder was ich aus den verschiedenen Übungen (Asanas) über das Leben gelernt habe. Aus dem Baum in den Krieger oder aus der Komfortzone ins Leben.


In unserem Urlaub habe ich wieder öfter Yoga gemacht. Ich bekam richtig Lust, mich zu kräftigen und in alle Richtungen auszudehnen.
Es war aber auch einfach zu schön, im Garten am Pool die Matte auszurollen.

Schon bei meiner ersten Stunde, hatte ich sowas wie eine Eingebung, einen Vergleich.
Ich sah völlig klar, warum das Leben nicht immer Einhörner und Regenbögen liefert.

Es kam so: die Lehrerin sagte den "Baum" an. Ich freute mich und dachte so bei mir "Oh super. Den kann ich soooooo gut mittlerweile. In dieser Asana fühle ich mich total wohl".

Ich stehe also im "Baum" und sehe super aus. Ommmm schaut mich an, das kann ich! Sogar mit Augen zu und ohne zu wackeln!
Klingt slightly von sich eingenommen, ist es auch. Hallo Oberwasser.
Deshalb kommt es wie es kommen muss.
Denn die Lehrerin erzählt plötzlich etwas von "jetzt das Bein nach Hinten strecken und Oberkörper nach vorne beugen".
Mist. Wir bleiben nicht im "Baum".

Krieger III.


Ein stolzer, starker und schöner Krieger. Ich mag ihn nicht. So einer muss doch ein Arschloch sein.

Auf jeden Fall ist er super anstrengend. Viel Gleichgewicht ist gefragt. Alle Muskeln sind angespannt. Und unbequem ist er auch noch. Ich mache ihn, fühle mich aber nicht besonders gut dabei. Er fordert mir viel ab, der "Baum" wäre so viel angenehmer gewesen.



Und da kommt mir der Gedanke "Komfortzone". Und ich sehe mich den Baum und den Krieger III im Alltag üben.

Der Baum.


Der Baum ist kein Einhorn-Pups und fiel mir auch nicht easy in den Schoss. Auch hier musste ich mich anstrengen und üben, z.B. mein Gleichgewicht zu halten. Und nun, da ich ihn kann, würde ich mich gerne auf meinen Lorbeeren ausruhen. Aber wenn ich darüber nachdenke, habe ich mich schon lange genug ausgeruht.
Es ist wohl wieder an der Zeit.

Das Leben steht nicht, alles fließt.
Ich weiß, ich will dabei mitmachen.

Ich will nicht in meiner Komfortzone hocken und irgendwann das Gefühl haben, dass mein Leben an mir vorbei gerauscht ist.
Ich weiß, ich bin bereit weiterzumachen.
Auch wenn es super unbequem ist. Auch, wenn mir mind. 5 Ausreden einfallen, warum ich:

- es nicht kann (ich will nicht wieder verletzt, kritisiert... was auch immer werden (Angst)/ ich habe keine Kraft für den Krieger III)

- nicht sollte (was ist wenn "füge einen negativen Gedanken ein"/ich könnte umfallen und mir weh tun)

- oder darf (aber meine Umstände.../ ich hab da manchmal so Schmerzen in der Hüfte, ich lasse es lieber...).

Ich habe mir unbewusst Grenzen gesteckt. Ich will sie auflösen.
Ich will nicht in einem selbstgebauten Gefängnis leben. Wobei Gefängnis ein zu negatives Wort dafür ist.
Denn es ist schön und gemütlich und lecker warm darin. Es gibt W-LAN, leckeres Essen, die Couch, Filme und Serien bei Amazon Prime und Netflix und am Wochenende ein bisschen Feiern mit lieben Menschen oder ein Dinner mit dem Liebsten.
Alles ist gut.
Läuft doch!

Du bist im "Baum" angekommen und er fühlt sich einfach schön und richtig an.



Wenn da nur nicht diese innere Leere manchmal wäre. Das Gefühl, etwas zu verpassen.
Du willst zwar raus aus der Komfortzone, aber dann doch nicht. Du hast Angst zu versagen, enttäuscht und kritisiert zu werden. Du verschliesst dich, baust dir ein Paar Gitterstäbe in dieses schöne Gefängnis und redest dir gut zu.

Du bleibst im Baum, weil du Angst hast, dass dir jemand sagt, dass dein Krieger III scheisse aussieht. 


Und weil du Angst hast, dass du dir weh tust. Oder dir weh getan wird. Du gehst um Gottes willen nicht in eine echte Yoga Stunde, denn die Lehrerin würde dir die Wahrheit über deinen Krieger sagen.
Das willst du nicht hören. LALALALALA. Ohren zuhalten.

Been there, done that.
Heute will ich es wissen. Auch wenn ich Angst habe. Ich teile mich mit, wenn es weh tut. In der Hüfte, im Arm, Bein oder Herzen.
Ich zeige meine wahren Gefühle, ich verstecke sie nicht in meinen 4 Wänden.



Und auch wenn mein Krieger III nicht schön war und krumm und schief und ich ihn nicht lange halten konnte, war ich froh. Ich war raus aus meiner Komfortzone, ich war Mitten im Leben.
Also übe ich weiter den schönen, stolzen Krieger.

Ich bin noch unsicher und wackelig. Und manchmal habe ich etwas Angst und will zurück in den "Baum".
Aber ich bleibe und übe weiter. Für mich, für ein starkes Ich.
Denn nur so fühle ich mich lebendig.

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Rebajas oder Sale-Shopping in Spanien: mein neues Kleid von Uterque und eine neue Tasche von Zara 

Heute zeige ich euch zwei neue Sachen, die ich mir in San Sebastian gekauft habe. Das Kleid ist von einer Schwesterfirma von Zara, nämlich Uterque. Wenn ich an Uterque denke, fallen mir hauptsächlich Accessoires ein, denn bis vor einige Jahren konnte man dort hauptsächlich Schuhe, Taschen, Portemonnaies und Gürtel kaufen. Nach und nach ist Kleidung hinzugekommen, sehr hochwertig und mit einem großen Anteil an Ledersachen wie Blusen, Jacken und Hosen.

Ich habe Uterque von einigen Jahren für mich entdeckt und liebe die Auswahl an Kleidern dort. 


Sehr cool, auch mal edgy und doch sexy. Das Kleid, welches ich auf den heutigen Bildern trage, habe ich im Sale gekauft und kann es euch leider nicht verlinken. Aber schaut euch mal im Shop um, die Sachen sind wirklich klasse und nicht so sehr auf Masse wie Zara.

Apropos Zara... meine Tasche habe ich dort gekauft, aber bisher noch niemanden sonst damit rumlaufen sehen ;) Und auch wenn, ich liebe sie. Sie hat die perfekte Größe und sehr wirklich "edel as fuck" aus.


Kleid: Uterque, Tasche: Zara



Taaaadaaa: der erste Sonnenuntergang, den ich nicht verpasst habe.
Und nicht nur das: ich habe ihn sogar für euch fotografiert!

Wenn schon, denn schon/ go big or go home!
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Pintxos in San Sebastian/ Donostia, der Stadt mit dem abwechslungsreichstem Wetter und den schönsten Kanaldeckeln


Jedes Mal wenn wir in Frankreich sind, fahren wir über die Grenze nach Spanien. Und das nicht, um bei Zara billiger zu shoppen. Weit gefehlt. 
Klar schaue ich gerne bei Zara vorbei (und bei Uterque, Pull & Bear, Bimba y Lola), hauptsächlich um mich an den Frauen darin zu erfreuen. 

Dort sieht man nämlich Frauen über 40, 50 und 60. In Spanien scheint Zara die "erwachsene" modebewusste Frau als Zielgruppe zu haben. 

Noch ein Unterschied, den ich wohl bemerkt habe ist, dass die Frauen die die Umkleidekabinen nutzen, meist ganz jung sind. 
Die erwachsene, modebewusste Frau probiert scheinbar zu Hause an. 
Und bringt es ggfls. zurück, sollte das Kleidungsstück nicht passen. 

Hauptsächlich fahren wir aber nach Spanien, weil wir alle ganz verliebt sind in den Ort San Sebastian. 
Wir lieben die lockere Atmosphäre und das Treiben auf den Strassen. Wir lieben das Wetter, denn es kann auch mal rau zugehen, mit vielen Wolken, die in den Bergen hängen. Was der Stadt übrigens ein magisches Flair verleiht! 
Einfach wunderschön. 

Und nicht zuletzt lieben wir die Tapas, die im Baskenland (in dem wir uns befinden) Pintxos heissen. Seit Jahren steuern wir (nachdem wir uns 1-2 Jahre lang durchprobiert haben) eine ganz bestimmte Bar an und lassen es uns dort so richtig gutgehen. 

Meist bestellen wir das, was auf der Theke ausliegt, aber auch "á la carte". 

Hierzu schauen wir uns an, was die Spanier um uns herum an der Theke abholen. Wenn es uns optisch zusagt, bestellen wir es ebenfalls. Denn welche Zutaten die kunstvollen Pintxos haben, erkennt man eh nicht genau auf den ersten Blick. Also bestellen wir alles was gut aussieht. 
Dazu gibt es Patatas Bravas. 
Und eine glückliche Familie!

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Ich habe mir so fest vorgenommen, regelmäßig im Urlaub zu bloggen, leider geniesse ich die Zeit hier so sehr, dass ich nicht dazu komme. Aber wir haben auch so viel zu tun!

Zum ersten Mal, seit wir nach Frankreich fahren (ich fahre seit ca. 12 Jahren hierhin, mein Mann seit einer Ewigkeit) ist das Wetter durchgehend Bombe. Und zwar so, dass man nicht weißt, was man als erstes machen möchte.
Joggen oder Yoga? Am See oder im Wald? Danach zum Strand? Und wenn, zu welchem Strand?

Zu dem wo die Surfer sind, zum entspannten Familienstrand oder wollen wir es doch lieber wild und einsam?

Nach einem Tag am Wasser duschen wir schnell den Sand ab und springen in unseren Pool (ja, die Zeiten wo wir hier auf einem Campingplatz Urlaub gemacht haben sind definitiv OVER), kochen gemeinsam oder gehen Essen.
Wir schlendern durch den Ort, fahren nach Biarritz (meine absolute Lieblingsstadt) oder fahren rüber nach Spanien, Pinxos essen.
Es gibt so viel zu tun! Ich möchte es aufsaugen und festhalten. Ich geniesse jede Sekunde. Ich erfreue mich so sehr an meinen Kindern, die einfach super cool sind. All die Jahre der Entbehrungen und der "MamaichwillinsWasserichwilleinenLolliichwillkeineSonnencremeichmussmalundichwilleinBeignetmitNutella" haben sich so gelohnt, jetzt ist Payback angesagt. Ich bin sowas von froh, dass ich sie doch nicht wieder umtauschen konnte, damals als sie noch klein waren und sich von Beignets mit Nutella ernähren wollten.
Jetzt heisst es zwar immer noch "PapidarfichdeinHandygibteshierPokemons" und "MamadarfichdeinHotspot" aber hey... sie gehen sogar alleine das Salzwasser abduschen am Strand. Und holen sich die Lollis selber (Beignets sind sowas von out), sogar mit "Merci".
Ich schaue nur zu und freue mich darüber, dass ich liegen bleiben darf ;)!
Und oft gehen wir doch alle zusammen...

Ich habe das Gefühl, dass ich diesen Urlaub so geniesse wie noch keinen davor. Und eins ist mir diesen Sommer sehr stark bewußt geworden: meine Familie kommt zuerst. Egal was passiert, nur meine Familie zählt für mich. Diese Zeit, die wir hier zusammen verbringen ist richtige "Quality Time" und das will ich mir erhalten. Die Kinder werden so schnell groß, kaum hast du sie im Kinderwagen zum Strand geschoben, liegst du wieder auf deinem Handtuch und kannst den ganzen Tag lesen wenn du willst. Und bald werden sie vielleicht gar nicht mehr mit uns in den Urlaub fahren wollen.
Also sauge ich die Zeit auf und fühle mein Glück mit jeden Atemzug. #myboys


  


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Nun sind wir seit Freitag endlich in unserem Ferienhaus am Atlantik angekommen und so langsam fühlt es sich auch wie Urlaub an. Ich kann ausatmen und das tolle Wetter (diesmal haben wir wirklich Glück!) geniessen.

Eigentlich läuft unser Urlaub wie jedes Jahr ab, dennoch ist er jedes Jahr anders, denn wir buchen jedes Mal eine andere Unterkunft, bevorzugt in einem anderen Ort. So gelingt es uns, dieses wunderschöne Fleckchen Erde aus vielen Blickwinkeln kennenzulernen. Dieses Mal sind wir nicht direkt am Strand, dafür haben wir einen Pool. Wir sind nicht vom dichten Pinienwald umgeben, dafür von Feldern mit Sonnenblumen, Mais und Weizen. Stellt euch nur vor, wie wundervoll und satt die Felder riechen!

Bisher haben wir unsere Tage, bis auf einen, am Strand verbracht und so gibt es nicht viel zu erzählen, denn jeder Tag sieht fast gleich aus. Wir joggen, danach frühstücken wir und fahren zum Strand. Dort lesen wir, schwimmen viel oder gehen am Strand spazieren. Was super anstrengend ist, mehr als 4 km schaffen meine Beine nicht. Warum muss der Sand so weich sein, dass man einsinkt??? Sonst würde ich hier glatt den ganzen Tag gehen und gehen und gehen wollen, so schön ist es. 
Abends kochen wir zusammen und essen auf der Terrasse. Bald möchte ich aber auch mal "Moules et Frites" essen gehen, am liebsten in Biarritz im Hafen. Und Tapas in San Sebastian. Und ein Mal möchte ich am See von Hossegor frühstücken, dort gibt es eine neue Strandbar die nur Gesundes serviert: Smoothie Bowls, Avocado Toast, Chia Pudding usw.

Aber am liebsten gehe ich dann doch am Abend mit meinen Jungs zum Strand, mit einer Pizza und einer Flasche Wein. Luke und mein Mann surfen, Lian fährt Boogie Board und ich schaue ihnen zu (nein ich esse nicht die Pizza und ich haue mir nicht alleine den Wein rein ;)).

Gut, ich verpasse wie immer den Moment in dem die Sonne untergeht. Aber mal ganz ehrlich, das alles vorher und drumherum ist doch der eigentliche Sonnenuntergang. Und die Hauptsache ist sowieso, dass die wichtigsten Menschen in deinem Leben dabei sind!

Die ersten Tage unseres Urlaubs habe ich in Bildern für euch festgehalten, mehr gibt es natürlich auf Snapchat zu sehen.

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